Kölner Stadtrat gibt grünes Licht für FC-Ausbau am Geißbockheim nach 12 Jahren
Kölner Stadtrat stimmt FC-Ausbau am Geißbockheim zu

Der Kölner Stadtrat hat am 2. Juli 2026 nach zwölf Jahren des Tauziehens grünes Licht für den Ausbau der Sportanlagen rund um das Geißbockheim gegeben. Der Beschluss ermöglicht dem 1. FC Köln, drei bestehende Fußballplätze in der Umgebung umzubauen und zu nutzen. Dies ist ein bedeutender Schritt für den Bundesligisten, der seit über einem Jahrzehnt um mehr Trainingskapazitäten kämpft.

Details des Beschlusses: Drei Plätze für den FC

Konkret umfasst das Vorhaben drei Maßnahmen: Erstens wird ein Ascheplatz am Fort Deckstein auf Kosten des FC in einen Kunstrasenplatz umgewandelt und mit einem Kabinentrakt ausgestattet. Zweitens darf der FC den Naturrasenplatz direkt am Geißbockheim in einen Hybridplatz mit Flutlicht umbauen. Drittens soll der Rasenplatz „Kampfbahn“ im Grüngürtel vorbehaltlich einer Prüfung ebenfalls in einen Hybridplatz umgewandelt werden. Die Kosten für alle Umbauten trägt der Verein.

Hintergrund: Langjähriger Streit und politischer Durchbruch

Der Ausbau war jahrelang zwischen dem FC, der Stadt Köln und politischen Akteuren umstritten. Die SPD-Fraktion brachte einen entsprechenden Antrag in die Ratssitzung ein, der nun mit breiter Mehrheit angenommen wurde. FC-Präsident Jörn Stobbe (60) hatte zuvor betont, dass der Verein im Frühjahr 2027 mit dem Bau eines neuen Nachwuchsleistungszentrums beginnen wird, wodurch ein Trainingsplatz wegfällt. „Wir brauchen aber eher mehr Platz, also drei neue Plätze“, so Stobbe. Die neuen Plätze sollen vor allem von den Nachwuchsmannschaften genutzt werden, profitieren sollen aber auch die Breitensportvereine.

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Reaktionen: Erleichterung und Dank

FC-Geschäftsführer Philipp Türoff (50) zeigte sich erleichtert: „Wir begrüßen den heutigen Beschluss des Kölner Stadtrats. Nach jahrelanger Blockade hat der Rat heute ein starkes Signal gesendet und ganz klar für den Sport in Köln gestimmt – und zwar ausdrücklich für den Spitzen- wie für den Breitensport gleichermaßen. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die diesem lösungsorientierten Weg zugestimmt haben. Es zeichnet einen guten demokratischen Prozess aus, dass hier im Sinne der Sache auch mit wechselnden Mehrheiten hart, aber konstruktiv um die beste Perspektive gerungen wurde.“ Türoff fügte hinzu: „Nach diesem eindeutigen politischen Auftrag ist nun die Stadtverwaltung gefordert. Sobald die Genehmigungen vorliegen, starten wir umgehend mit der Umsetzung.“

Ausblick: Nächste Schritte und Bedeutung

Mit dem Stadtratsbeschluss ist der Weg frei für die konkrete Planung und Umsetzung. Der FC erwartet, dass die Stadtverwaltung nun zügig die erforderlichen Genehmigungen erteilt. Der Ausbau ist ein zentraler Bestandteil der Vereinsstrategie, die Nachwuchsarbeit zu stärken und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Für die Kölner Stadtpolitik markiert die Entscheidung einen Wendepunkt in einem jahrelangen Konflikt, der immer wieder für Spannungen gesorgt hatte.

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