Klopp und DFB einigen sich grundsätzlich – Red Bull muss zustimmen
Klopp und DFB grundsätzlich einig – Red Bull fehlt noch

Die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sich mit Jürgen Klopp auf die wesentlichen Eckpunkte eines möglichen Vertrages verständigt. Beide Seiten sind zuversichtlich, dass die Verhandlungen vorbehaltlich einer Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull erfolgreich abgeschlossen werden können. Dies teilte der DFB nach einem Treffen mit Klopp in New York mit.

Vierstündiges Treffen am JFK-Flughafen

Das gut vierstündige Gespräch fand in einem Hotel am JFK-Flughafen in New York statt. DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Sportdirektor Rudi Völler führten die Verhandlungen für den Verband. Klopp, derzeit Head of Global Soccer bei Red Bull, reiste eigens aus den USA an.

„Wir haben einen sehr konstruktiven Austausch gehabt und sind uns in den zentralen Punkten einig geworden“, sagte ein DFB-Sprecher. „Nun hoffen wir auf die Zustimmung von Red Bull, damit wir den Vertrag finalisieren können.“

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Klopp als Wunschkandidat des DFB

Der 57-jährige Klopp gilt seit Monaten als Wunschkandidat für die Nachfolge von Hansi Flick, der nach der enttäuschenden WM 2022 zurückgetreten war. Der DFB hatte zuvor auch mit anderen Trainern verhandelt, sich aber letztlich auf Klopp als erste Wahl festgelegt.

Laut Informationen aus Verbandskreisen soll der Vertrag eine Laufzeit von drei Jahren bis zur WM 2026 umfassen. Das Gehalt von Klopp soll sich im Bereich von fünf Millionen Euro pro Jahr bewegen, was ihn zu einem der bestbezahlten Bundestrainer aller Zeiten machen würde.

Red Bull muss grünes Licht geben

Der Haken an der Vereinbarung ist die Freigabe durch Red Bull. Klopp ist seit Januar 2023 als Global Soccer Director bei dem österreichischen Getränkehersteller tätig und betreut dort die Fußballsparte. Ein vorzeitiger Ausstieg aus dem Vertrag wäre nur mit Zustimmung des Konzerns möglich.

Red-Bull-Sprecher Michael Schmidt erklärte: „Wir führen derzeit Gespräche mit Jürgen Klopp und dem DFB. Eine Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet.“ Branchenexperten gehen davon aus, dass Red Bull einer Freigabe zustimmen wird, da Klopp selbst den Wunsch geäußert hat, Bundestrainer zu werden.

DFB hofft auf schnellen Abschluss

Der DFB drängt auf eine zeitnahe Lösung, da die EM 2024 in Deutschland bevorsteht. „Wir möchten die Trainerfrage so schnell wie möglich klären, um Planungssicherheit zu haben“, so ein Verbandssprecher. Sollte die Einigung mit Red Bull scheitern, müsste der DFB auf alternative Kandidaten zurückgreifen.

Die offizielle Verkündung könnte bereits in der kommenden Woche erfolgen, falls Red Bull zustimmt. Bis dahin bleiben die Details vertraulich.

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