Jürgen Klopp wird neuer Bundestrainer: Präsentation am Freitag
Klopp wird Bundestrainer: Präsentation am Freitag

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat mit der Einladung zu einer Pressekonferenz am Freitagvormittag letzte Zweifel an der Verpflichtung von Jürgen Klopp als neuem Bundestrainer ausgeräumt. Obwohl der Name des 59-Jährigen in der offiziellen Mitteilung nicht genannt wurde, gilt dies als reine Formsache. Die Präsentation des Wunschkandidaten ist für 11:00 Uhr in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main angesetzt, wo er die Nachfolge von Julian Nagelsmann antreten wird.

Klopp selbst deutete Wechsel an

Die Verpflichtung des früheren Liverpool- und Dortmund-Trainers hatte sich bereits in den vergangenen Tagen abgezeichnet. Klopp selbst hatte in seiner Rolle als WM-Experte bei MagentaTV vor dem Finale zwischen Spanien und Argentinien (1:0 n.V.) in East Rutherford angedeutet: „Wir sind nicht weit davon entfernt, etwas verkünden zu können. Das sollte in den nächsten Tagen passieren.“ Seitdem wurden letzte Details geklärt. Insbesondere die Beendigung seiner Verpflichtungen aus dem Vertrag mit Red Bull, wo er als weltweiter Fußball-Chefstratege tätig war, ebnete den Weg für den neuen Traumjob.

DFB-Gremien tagen vor Präsentation

Kurz vor der offiziellen Vorstellung kommen am Freitag noch der Aufsichtsrat und die Gesellschafter der DFB GmbH & Co. KG in einer digitalen Sitzung zusammen. Sie müssen den offenbar bis zur WM 2030 datierten Vertrag formal absegnen. Die Zustimmung der Gremien gilt jedoch als reine Formalie, nachdem es in der Vorwoche bei einem ersten Meeting nur vereinzelte kritische Nachfragen gegeben haben soll. Offen ist noch, ob der DFB zeitgleich auch einen neuen Geschäftsführer präsentiert. Als Favorit für diesen Posten gilt Ex-Weltmeister Per Mertesacker.

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Hintergrund der Personalentscheidung

Die DFB-Führung um Präsident Bernd Neuendorf und seinem Stellvertreter Hans-Joachim Watzke hatte sich nach dem WM-Debakel mit dem Zwischenrunden-Aus gegen Paraguay und dem anschließenden Rücktritt von Nagelsmann schnell auf Klopp als klaren Top-Kandidaten festgelegt. Das Spitzenduo reiste eigens zu einem Meeting mit dem Wunschcoach nach New York. Anschließend wurde auch mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff eine Lösung gefunden. Laut „Bild“-Zeitung erhält die Stiftung des Unternehmens eine Spende von einer Million Euro als Entschädigung. Der DFB kommentierte oder bestätigte Vertragsinhalte bisher nicht.

Erste Spiele unter Klopp

Klopp hat nun neun Wochen Zeit, sich auf die ersten Länderspiele vorzubereiten. Am 24. September (20:45 Uhr, RTL) steht in Amsterdam das prestigeträchtige Nations-League-Duell gegen die Niederlande an – gleichzeitig seine Premiere als Bundestrainer. Binnen zehn Tagen folgen die Partien gegen Griechenland (27. September), gegen Serbien (1. Oktober) und erneut in Griechenland (4. Oktober).

Personelle Entscheidungen stehen an

Bis zur ersten Kadernominierung Mitte September muss Klopp wichtige Personalfragen klären. Erwartet wird, dass Joshua Kimmich Kapitän der DFB-Elf bleibt. Offen ist, wer nach dem Rücktritt von Manuel Neuer das Tor hüten wird. Als Kandidaten gelten der junge Jonas Urbig (22) vom FC Bayern München sowie die erfahrenen Oliver Baumann (36) und Marc-André ter Stegen (34).

Ausblick auf die EM-Qualifikation

Nach den abschließenden Länderspielen des Jahres in der Nations-League-Gruppenphase am 13. November in Serbien und drei Tage später in Berlin gegen die Niederlande hat Klopp einen weiteren wichtigen Termin: Am 6. Dezember werden in Belfast die Qualifikationsgruppen für die EM 2028 ausgelost.

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