Trainer Miroslav Klose hat die Erwartungen an den neuen Innenverteidiger Mikayil Faye deutlich gedämpft. Der 21-jährige Senegalese, der für ein Jahr von Stade Rennes an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen wurde, wird nach Ansicht von Klose „keine Soforthilfe sein können“. Bei der offiziellen Vorstellung des Spielers am Donnerstagmorgen bremste auch Sportvorstand Joti Chatzialexiou die Euphorie.
Chatzialexiou warnt vor zu hohen Erwartungen
Chatzialexiou betonte, dass Faye aufgrund seines unzureichenden Fitnesszustands und fehlender Spielpraxis zunächst nicht eingeplant werden könne. Der 50-Jährige erklärte: „Er wird keine Soforthilfe sein können, wir werden gemeinsam Geduld benötigen.“ Faye hatte zuletzt nur Privattraining absolviert und kam in der vergangenen Saison beim Leihklub US Cremonese (Italien) lediglich zu zwei Startelfeinsätzen. Der FC Barcelona hatte ihn 2024 für 10,3 Millionen Euro an Stade Rennes verkauft.
Klose fordert mehr Engagement von Faye
Klose sieht bei Faye nicht nur körperliche Defizite, sondern auch Lernbedarf abseits des Platzes. „Der Junge weiß, dass vieles von ihm kommen muss. Ich werde niemanden pushen und niemanden irgendwohin tragen, was Pünktlichkeit angeht“, sagte der 48-Jährige. „Wir wissen, aus welcher Kultur er stammt. Aber da brauche ich ein Commitment von ihm. Er muss lernen, sich zu quälen. Das wird sicher nicht einfach, wenn man für eine bestimmte Zeit zwei, drei Einheiten am Tag absolvieren muss. Da muss er mitziehen.“
Klose, selbst Vater von Kindern im Alter von 21 Jahren, zeigte Verständnis für die Situation des jungen Spielers: „Wir wissen, dass er ein Jahr keinen Fußball gespielt hat. Deswegen müssen wir da Geduld mitbringen. Aber wir unterstützen Faye dabei. Ich habe selbst Kinder im Alter von 21 und weiß daher, dass diese ab und zu noch anderes im Kopf haben.“
Faye reist nach Gais nach
Nach den Reisestrapazen der vergangenen Tage soll Faye nun beim FCN ankommen. Um die Mannschaft schnell kennenzulernen, reist der Senegalese, der ein Länderspiel absolviert hat, am Donnerstagabend nach Gais nach. Das Testspiel am Samstag (16 Uhr) gegen den FC Palermo kommt für den Westafrikaner jedoch noch zu früh.



