Er will kein Backup sein: Isac Lidberg (27), Neuzugang von Borussia Mönchengladbach, hat sich zum Ziel gesetzt, den etatmäßigen Stürmerstar Tim Kleindienst (30) aus der Startelf zu verdrängen. Nach einem Horror-Jahr mit verpasster WM kehrt Kleindienst zurück – und sobald er fit ist, gilt der Kapitän als gesetzt. Doch Lidberg, für 3,5 Millionen Euro aus Darmstadt gekommen, fordert den Platz in der Spitze.
Lidberg: Bester Zweitliga-Torschütze der letzten zwei Jahre
Der Schwede erzielte in 58 Zweitliga-Spielen für Darmstadt 31 Tore – kein Spieler traf in dieser Zeit häufiger. Nun will er in der Bundesliga durchstarten. „Ich bin sehr glücklich, dass mein Traum von der Bundesliga wahr geworden ist“, sagt Neuzugang. „Wir haben hier viele gute Spieler, aber das kann nur gut für uns als Team sein, weil wir uns so gegenseitig pushen.“ Lidberg betont: „Natürlich ist Tim ein super Spieler, aber jeder glaubt an sich selbst und gibt alles für das Team – und am Ende werden die Besten spielen. Jeder muss also um seinen Platz in der Startelf kämpfen, das ist ein starker Konkurrenzkampf bei uns.“
Lidberg will auch durch Arbeit überzeugen
Nicht nur mit Toren will sich der Angreifer empfehlen. Ähnlich wie Kleindienst ist er ein harter Arbeiter. „Als Stürmer will man natürlich immer treffen, auch ich. Aber man kann dem Team noch so viel mehr helfen – zum Beispiel mit gutem Pressing und damit, immer anspielbar zu sein. Ich werde alles machen, damit das Team erfolgreich ist, aber natürlich bleibt das Beste, was ich machen kann, möglichst viele Tore zu schießen.“ Trotz des Drucks durch Top-Stürmer Kleindienst will Lidberg seinen Platz im Team von Trainer Eugen Polanski (40) finden. „Der Trainer will jedes Spiel gewinnen, also wird er immer die beste Mannschaft aufstellen und das machen, von dem er denkt, dass es die Chancen auf ein gutes Resultat erhöht. Man muss ihn also überzeugen, einer der Jungs zu sein, die dabei sein müssen.“
Haris Tabakovic (32) profitierte in der Vorsaison davon, dass Kleindienst fast die gesamte Saison ausfiel – und erzielte 13 Liga-Tore für Gladbach. Nun wechselte der Österreicher zu Salzburg. Lidberg, dessen Vertrag bis 2030 läuft und der einen Marktwert von fünf Millionen Euro hat, hofft, sich entweder direkt gegen Kleindienst durchzusetzen oder neben ihm zu spielen.



