Fatale Dynamik: Wie Terror die AfD und die Spaltung befeuert
Fatale Dynamik: Wie Terror die AfD und die Spaltung befeuert

Terror wirkt. Das ist die zentrale These des Kommentars von Malte Lehming, der die fatale Dynamik zwischen islamistischem Terror und dem Aufstieg der AfD analysiert. Die Anschläge vom 11. September 2001 lösten eine Kettenreaktion aus: Afghanistankrieg, Irakkrieg, den weltweiten „Kampf gegen den Terror“ mit Guantanamo, Abu Ghraib und dem NSA-Abhörskandal. In den USA entstand eine riesige Heimatschutzbehörde, viele Freiheitsrechte wurden eingeschränkt. Diese Entwicklungen zeigen, wie tief Terror in die politische Landschaft einschneidet und langfristige Folgen hat.

Die Spirale der Gewalt

Doch nicht nur die direkten Sicherheitsmaßnahmen sind bemerkenswert. Lehming weist auf einen subtileren, aber ebenso gefährlichen Effekt hin: Terror schürt Ängste und Ressentiments. Wer einst „Ausländer raus“ skandierte, sagt heute „der Islam gehört nicht zu Deutschland“. Diese Verschiebung der Diskurse ist kein Zufall. Sie ist das Ergebnis einer gezielten politischen Instrumentalisierung von Terrorangst. Die AfD profitiert von dieser Stimmung, indem sie sich als Hüterin der deutschen Identität inszeniert und den Islam pauschal verurteilt.

Vom Schlagwort zur politischen Realität

Die Parolen haben sich verfeinert, aber die Stoßrichtung bleibt gleich. Antimuslimische Ressentiments werden nicht mehr offen rassistisch formuliert, sondern kulturell oder religiös verbrämt. „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ ist zum geflügelten Wort geworden, das tief in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Lehming betont, dass diese Entwicklung den Fanatikern in die Hände spielt. Denn sie bestätigt das Narrativ der Islamisten: Der Westen sei feindlich gegenüber Muslimen eingestellt. So verstärken sich Terror und Populismus gegenseitig.

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Wer profitiert vom Terror?

Die Frage nach den Profiteuren ist zynisch, aber notwendig. Islamistische Terroristen wollen die Gesellschaft spalten und polarisieren. Die AfD wiederum braucht genau diese Polarisierung, um Wähler zu gewinnen. Beide Seiten bedingen einander. Lehming warnt davor, dass diese Dynamik in eine Abwärtsspirale führt, aus der es keinen einfachen Ausweg gibt. Die Politik sei gefordert, nicht auf die Provokationen hereinzufallen und stattdessen auf Zusammenhalt und Rechtsstaatlichkeit zu setzen. Doch der Kommentar endet mit einer düsteren Prognose: Solange der Terror nicht nachlässt, wird auch die politische Instrumentalisierung nicht aufhören.

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