In der Nacht zum vergangenen Wochenende eskalierte eine Situation in der Wendenschloßstraße 301 in Berlin-Köpenick. Die Polizei stoppte einen mutmaßlichen Brandstifter mit mehreren Schüssen. Das Mehrfamilienhaus, in dem der Vorfall stattfand, ist infolge des Feuers vorerst unbewohnbar. Anwohner berichten von Panik und traumatischen Erlebnissen.
Der Vorfall im Detail
Gegen 2 Uhr morgens alarmierten Bewohner die Feuerwehr, weil in dem Gebäude ein Feuer ausgebrochen war. Während der Löscharbeiten entdeckten Einsatzkräfte einen Mann, der sich aggressiv verhielt und offenbar für den Brand verantwortlich war. Als die Polizei eintraf, eskalierte die Lage. Der Verdächtige soll die Beamten bedroht haben, woraufhin die Polizei von der Schusswaffe Gebrauch machte. Der Mann wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.
Auswirkungen auf die Bewohner
Die Feuerwehr konnte den Brand löschen, doch die Schäden sind erheblich. Das gesamte Gebäude ist einstweilen unbewohnbar. Rund 30 Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen und wurden vorübergehend in einer Notunterkunft untergebracht. Viele von ihnen sind traumatisiert. „Es war eine Horrornacht. Die Schüsse klangen wie Explosionen. Wir hatten Todesangst“, zitiert die Polizei einen Anwohner. Die genaue Brandursache wird noch ermittelt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, sich zu melden.
Reaktionen der Behörden
Die Berliner Polizei bestätigte den Einsatz von Schusswaffen. Ein Sprecher erklärte, dass die Beamten in einer Notwehrsituation gehandelt hätten. Die Staatsanwaltschaft prüft nun den Vorfall. Der mutmaßliche Brandstifter schwebt nach Angaben des Krankenhauses nicht in Lebensgefahr. Die Polizei warnt vor voreiligen Schlüssen und betont, dass die Ermittlungen noch andauern.
Hilfe für Betroffene
Die Bezirksverwaltung Treptow-Köpenick richtete eine Anlaufstelle für die betroffenen Bewohner ein. Diese erhalten Unterstützung bei der Unterbringung und psychologische Betreuung. Es wird erwartet, dass die Wohnungen für mehrere Wochen nicht beziehbar sind. Die Stadt Berlin prüft derzeit rechtliche Schritte gegen den mutmaßlichen Brandstifter. Der Vorfall hat in der Nachbarschaft große Bestürzung ausgelöst. Viele fordern eine stärkere Polizeipräsenz in dem Gebiet.



