Am Tag nach der enttäuschenden 1:3-Heimniederlage des 1. FC Kaiserslautern gegen Hertha BSC hat Trainer Marco Lieberknecht eine ungewöhnliche Verteidigungsstrategie gewählt. Der 48-Jährige verglich sich in einer ersten Reaktion auf die Kritik der BILD-Zeitung mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.
Lieberknecht fühlt sich an Trump erinnert
„Ich fühle mich ein bisschen wie Donald Trump. Egal, was ich mache, es wird negativ dargestellt“, sagte Lieberknecht der BILD. Der FCK-Trainer reagierte damit auf einen Artikel, der seine Arbeit infrage stellte. „Ich lese, ich sei nicht souverän genug. Das ist doch Quatsch. Ich bin authentisch und stehe zu meiner Art.“
Niederlage gegen Hertha BSC
Die Kritik kommt nicht von ungefähr: Der 1. FC Kaiserslautern kassierte am Samstag eine 1:3-Pleite gegen den Aufstiegsaspiranten Hertha BSC. Die Mannschaft von Trainer Cristian Fiél dominierte über weite Strecken und ließ den FCK alt aussehen. „Wir haben gegen einen starken Gegner verdient verloren“, räumte Lieberknecht ein. „Aber wir haben in den letzten Wochen auch gute Leistungen gezeigt.“
Tabellenplatz und Saisonverlauf
Nach 14 Spieltagen steht Kaiserslautern mit 17 Punkten auf Platz 13 der 2. Bundesliga. Der Abstand zu den Abstiegsrängen beträgt nur drei Punkte. „Die Erwartungen sind hoch in Kaiserslautern, das ist mir bewusst“, so Lieberknecht. „Aber wir sind auf einem guten Weg. Wir müssen uns nur von solchen Rückschlägen nicht unterkriegen lassen.“
Reaktionen auf den Trump-Vergleich
Der Vergleich mit Trump sorgte in den sozialen Medien für breite Diskussionen. Während einige Fans Verständnis für Lieberknechts Frust zeigten, kritisierten andere den Vergleich als unangemessen. „Trump ist kein Vorbild für einen Fußballtrainer“, schrieb ein User auf X. Lieberknecht selbst betonte: „Ich wollte damit nur ausdrücken, dass ich mich manchmal unfair behandelt fühle. Mehr nicht.“
Ausblick auf die kommenden Spiele
Der FCK muss nun schnellstmöglich wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Am nächsten Spieltag geht es auswärts gegen den SV Elversberg. „Wir werden uns analysieren und dann wieder angreifen“, versprach Lieberknecht. „Die Mannschaft hat Charakter, das hat sie schon oft gezeigt.“ Ob der Trainer dann noch im Amt ist, bleibt abzuwarten. Sportdirektor Thomas Hengen äußerte sich bislang nicht zu einer möglichen Trainerdiskussion.



