Weltmeister-Trainer Joachim Löw hat sich kritisch zur Vergrößerung der Fußball-Weltmeisterschaft auf 48 Mannschaften geäußert. In der Interviewreihe „WM-Fieber: Monica Lierhaus und die Bundestrainer“ bei RTL sagte der 66-jährige ehemalige Bundestrainer: „Ich bin kein Befürworter von dieser WM. Ich habe immer gesagt, ich fand den Modus mit 32 Mannschaften gut.“
Löw: Gruppenphase verliert an Reiz
Bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko werden erstmals 48 Nationen teilnehmen. Für Löw ist dies eine zu große Anzahl. „Am Ende kommen zwei Mannschaften aus einer Gruppe weiter. Das ist schon mal ein Kampf innerhalb dieser Gruppenphase“, erklärte er. Zudem würden acht Gruppendritte das Achtelfinale erreichen, was die Vorrunde weniger spannend mache.
Der Trainer, der 2014 mit Deutschland in Brasilien den Titel gewann, betonte: „Bei allem Respekt für kleinere Nationen, die auch mal gerne bei einer WM teilnehmen wollen, aber für mich ist es ein bisschen zu sehr aufgeblasen.“ Er plädiere stattdessen für eine „Verknappung“ und die Aufrechterhaltung der Qualität.
Löws Aussagen spiegeln eine Debatte wider, die seit der Entscheidung des Weltfußballverbands FIFA zur Aufstockung geführt wird. Kritiker befürchten eine Verwässerung des Wettbewerbs und eine Überlastung des Turnierplans.



