Matthäus kritisiert Tuchel und Nagelsmann: „Überschlaue Trainer“
Matthäus: Tuchel und Nagelsmann sind „überschlaue Trainer“

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat nach dem Halbfinal-Aus Englands bei der Fußball-WM gegen Argentinien (1:2) scharfe Kritik an Trainer Thomas Tuchel geübt und Parallelen zu Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann gezogen. Beide als Taktiker bekannte Coaches hätten personelle Fehler begangen, sagte der 65-Jährige der „Bild“.

Matthäus: „Tuchel hat sich verzockt“

„Ich habe großen Respekt vor Thomas Tuchel, aber er hat sich verzockt!“, erklärte Matthäus. Nagelsmann habe mit Joshua Kimmich als Rechtsverteidiger im zentralen Mittelfeld auf einen strategisch wichtigen Führungsspieler verzichtet. „Auch deshalb ist Deutschland so früh ausgeschieden. Tuchel nahm seinen Strategen (Declan) Rice raus. Das macht man nicht, es sei denn, er ist verletzt. Das sind dann die überschlauen Trainer, die unbedingt etwas Besonderes machen wollen“, so der einstige Nationaltrainer von Ungarn und Bulgarien.

Englands starkes Turnier und ein taktischer Fehler

England habe ein starkes Turnier gespielt und sei auch gegen Argentinien leicht besser gewesen. „Bis Taktiker Tuchel diesen taktischen Fehler machte. Rice ist wichtig für die Statik. Mit seinen Wechseln hat Tuchel die gesamte Struktur des Spiels verändert und den Argentiniern gezeigt, dass er nur noch defensiv spielen will“, meinte der Weltmeister von 1990. Die Niederlage bedeutete das Aus für England im WM-Halbfinale, während Argentinien ins Endspiel einzog.

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