WM-Halbfinale: Argentinien-Stars rechtfertigen Falkland-Plakat nach Sieg gegen England
Argentinien-Stars rechtfertigen Falkland-Plakat nach WM-Sieg

Nach dem 2:1-Sieg im WM-Halbfinale gegen England sorgten argentinische Nationalspieler mit einem politischen Plakat für Aufsehen. Direkt nach Abpfiff präsentierten einige Spieler ein Stoff-Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son argentinas“ („Die Falkland-Inseln gehören zu Argentinien“) vor dem argentinischen Fanblock. Diese Aktion löste nicht nur in England Empörung aus, sondern brachte auch die britische Regierung auf den Plan.

Britische Regierung fordert FIFA-Ermittlungen

Ein Sprecher des britischen Premierministers Keir Starmer (63) reagierte umgehend auf die Provokation. Er stellte klar: „Die WM-Trophäe mag nicht uns gehören, aber die Falkland-Inseln tun es definitiv. Das Selbstbestimmungsrecht liegt bei den Inselbewohnern, und unser Bekenntnis zu den Falklands wird niemals wanken.“ Die britische Regierung forderte die FIFA auf, Ermittlungen gegen die argentinische Mannschaft einzuleiten. Der Falkland-Krieg von 1982, bei dem Argentinien nach einer Invasion kapitulierte, ist bis heute eine offene Wunde im argentinischen Nationalbewusstsein.

Argentinische Spieler verteidigen die Botschaft

Die argentinischen Spieler zeigten sich unbeeindruckt von der Kritik. Leandro Paredes (32) wurde direkt nach dem Spiel von einer Journalistin auf das Plakat angesprochen. Auf die Frage, ob die Spieler ein Plakat mit der Aufschrift „Die Falkland-Inseln gehören zu Argentinien“ hochgehalten hätten, antwortete Paredes knapp: „Und sie werden es immer tun.“ Einen Tag später legte er nach: „Der Falkland-Krieg ist ein trauriges Kapitel unserer Geschichte, das bis heute schmerzt. Auch dafür haben wir gespielt.“ Auch Lisandro Martínez (28) äußerte sich: „Wir konnten das argentinische Volk nicht im Stich lassen.“

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Plakat stammt von einem einzelnen Fan

Wie Fotos im Internet zeigen, wurde das Banner von einem einzelnen argentinischen Anhänger auf ein Hotel-Bettlaken geschrieben und aus dem Fanblock auf das Spielfeld geworfen. Die Spieler griffen es auf und zeigten es demonstrativ. In Argentinien werden die Spieler für diese Geste gefeiert, auch wenn viele von ihnen in England bei Vereinen unter Vertrag stehen. Eine Strafe vor dem Finale gegen Spanien am Sonntag (21 Uhr, ZDF und Magenta TV live) droht offenbar nicht. Die FIFA will sich nach eigenen Angaben erst nach der WM mit dem Thema befassen.

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