Per Mertesacker bestätigt Verhandlungen mit DFB über Geschäftsführer-Posten
Mertesacker bestätigt DFB-Verhandlungen über Geschäftsführer-Posten

Wenige Augenblicke vor dem Anpfiff des WM-Finales zwischen Spanien und Argentinien in New Jersey sorgte TV-Experte Per Mertesacker für eine Überraschung. Am ZDF-Mikrofon bestätigte der 41-jährige Weltmeister von 2014 auf Nachfrage von Moderator Jochen Breyer, dass er derzeit Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) führe. Konkret geht es um die Nachfolge von Geschäftsführer Andreas Rettig, dessen Vertrag zum Jahresende ausläuft und nicht verlängert wird.

Mertesacker: „Kontakt zum DFB nie abgerissen“

„Man muss dem DFB eins lassen. Der Kontakt zu mir ist nie abgerissen. In der letzten Woche ist nochmal ein bisschen Dynamik reingekommen. Wir unterhalten uns sozusagen. Aber da gibt es noch nichts zu verkünden“, erklärte Mertesacker. Er fügte hinzu: „Natürlich ist die Priorität erstmal bei Jürgen Klopp und dann schauen wir, was mit meiner Person passiert.“ Damit deutete er an, dass die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind und der Fokus zunächst auf der Verpflichtung des neuen Bundestrainers liegt.

Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert

Bereits Anfang Juli hatte Mertesacker seine grundsätzliche Bereitschaft bekundet, für den DFB zu arbeiten. „Dafür stehe ich natürlich zur Verfügung“, sagte der 41-Jährige. Der frühere Innenverteidiger leitete bis zu diesem Sommer die Nachwuchsakademie des FC Arsenal, wo er seine aktive Karriere beendet hatte. Diese Erfahrung in der Talentförderung könnte für den DFB von großem Wert sein.

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Historischer Kontext: Schon 2022 im Gespräch

Bereits 2022 wurde Mertesacker neben Weltmeister-Kollege Sami Khedira als möglicher Nachfolger für Oliver Bierhoff gehandelt, der nach dem Vorrunden-Aus bei der WM in Katar seinen Posten als Direktor der Nationalmannschaft räumen musste. Damals fanden beide Parteien nicht zueinander, und der DFB entschied sich für eine Neuausrichtung. Andreas Rettig wurde 2023 Geschäftsführer Sport, Rudi Völler Sportdirektor.

DFB vor einem Umbruch

Nach dem überraschenden WM-Aus im Sechzehntelfinale und dem Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann steht der DFB vor einem tiefgreifenden Umbruch. Mit Jürgen Klopp steht bereits ein neuer Bundestrainer bereit. Sollte Mertesacker die Nachfolge von Rettig antreten, würde er zum Vorgesetzten von Klopp werden – eine Konstellation, die für Diskussionen sorgen dürfte.

Die Entscheidung über die Besetzung des Geschäftsführer-Postens wird mit Spannung erwartet. Der DFB steht vor der Herausforderung, sowohl sportlich als auch strukturell neue Wege zu gehen.

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