Vier Tage nach dem blamablen Vorrundenaus der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA hat Julian Nagelsmann (38) am Freitag offiziell seinen Rücktritt als Bundestrainer erklärt. In einer Pressemitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) heißt es: „Ich habe in den vergangenen Tagen seit dem Ausscheiden viel nachgedacht und mich mit Vertrauten in meinem persönlichen Umfeld und im Verband ausgetauscht. Die Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen. Mein oberstes Ziel war immer der Erfolg der Mannschaft. Sie hat nach so einer herben Enttäuschung die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang verdient.“
Nagelsmanns Co-Trainer müssen gehen
Mit Nagelsmann verlassen auch seine engsten Vertrauten den DFB. Dazu zählen sein langjähriger Assistent Benjamin Glück (40) und Benjamin Hübner (36), der erst vor einem Jahr als Nachfolger von Sandro Wagner zum Team gestoßen war. Ebenfalls nicht mehr dabei sind die beiden weiteren Assistenten Alfred Schreuder (52) und Bram Geers (33), die beide seit den März-Länderspielen beim DFB waren. Sie werden nicht in der offiziellen Pressemitteilung verabschiedet, da ihre Anstellung von vornherein nur bis zum Ende der Weltmeisterschaft vereinbart war.
Zwei Co-Trainer bleiben: Buttgereit und Kronenberg
Im Amt bleiben hingegen Standardtrainer Mads Buttgereit (41) und Torwarttrainer Andreas Kronenberg (51). Beide sind seit 2021 beim DFB und haben noch gültige Verträge. Ihre Weiterbeschäftigung sichert Kontinuität in der Trainingsarbeit, während das neue Trainerteam unter Jürgen Klopp aufgebaut wird.
Klopp als Nachfolger: Gespräche laufen
Als Nagelsmann-Nachfolger steht Jürgen Klopp (58) in den Startlöchern. Der DFB teilte mit: „Hinsichtlich der Neubesetzung des Trainerpostens wird die DFB-Spitze nunmehr das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen. Er hat bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert.“ Klopp wird voraussichtlich ein eigenes Trainerteam mitbringen, darunter seinen langjährigen Co-Trainer Peter Krawietz (54), der aktuell als „Head of Football Philosophy“ bei Red Bull arbeitet.



