Das Viertelfinal-Spiel Schweiz gegen Argentinien war ein wahrer Krimi. Wie sehr das 2:1 nach Verlängerung an den Nerven der Beteiligten zerrte, beweist jetzt Nico Paz (21). Der Mittelfeld-Wirbler, der bei Como unter Vertrag steht, kam in der Partie nicht zum Einsatz. Wie sehr er auf der Reservebank mit seinen Mannschaftskameraden litt, dokumentiert er jetzt in einer Story bei Instagram.
Stresswert von 2,7 auf der Bank
Dort zu sehen: ein Screenshot seiner Stressüberwachungs-App. Deren Skala reicht von 0 bis 3,0. Der Wert von Nico Paz liegt bei 2,7. Die App beschreibt ihn als „hoch“. Paz schreibt dazu: „Vamo Argentina“ („Auf geht’s, Argentinien“). Und postet die Flagge seines Landes. Paz hat in dem sozialen Netzwerk über 3,3 Mio. Follower.
Herkunft der Daten: intelligente Kleidung
Argentinische Medien geben Aufschluss über die Herkunft der Daten: Sie stammen aus den Sensoren seiner Kleidung, die anhand von Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität die physiologische Belastung des Körpers misst und an eine App überträgt. Diese Innovationen sind von der Fifa genehmigt. Und werden beim laufenden Turnier zum ersten Mal bei der Weltmeisterschaft benutzt.
Die Informationen aus der intelligenten Kleidung werden während des Spiels an das Trainerteam übermittelt. Die Betreuer können erkennen, wer auf dem Platz (oder der Bank) ruhig bleibt. Zudem liefern die Daten Informationen zur Belastungssteuerung. Auch die Entscheidung über Auswechslungen wird häufig mit Blick auf die Daten getroffen.
Paz‘ Einsatz bei der WM
Von den sechs Spielen Argentiniens vor dem Halbfinale kam Paz nur in der Gruppenphase gegen Algerien (3:0) und Jordanien (3:1) zum Einsatz. Im Auftaktspiel wurde er in der 80. Minute für Lionel Messi eingewechselt, der alle drei Tore erzielt hatte, während er im letzten Spiel von Beginn an auf dem Platz stand.
Nico Paz ist übrigens der erste Spieler, der bei dieser WM sein Stress-Level öffentlich geteilt hat.



