Der 1. FC Nürnberg und sein junges Talent Justin von der Hitz (19) gehen wohl getrennte Wege. Der Rechtsaußen, der im Sommer 2025 von der A-Jugend des 1. FC Köln zu den Franken wechselte, soll den Club nach nur einer Saison wieder verlassen. Dies berichtet die „Bild“-Zeitung. Von der Hitz kam in seiner ersten Profisaison auf vier Startelfeinsätze, allerdings nicht auf seiner angestammten Position im Angriff, sondern als Rechtsverteidiger. Dennoch galt er noch Mitte Mai als wichtiger Bestandteil der Zukunftsplanung.
Sportvorstand lobte von der Hitz noch im Mai
Sportvorstand Joti Chatzialexiou (50) äußerte sich damals bei „Sky“ voller Lob: „Es ist unsere DNA, dass wir gute Jungs aus unserem Leistungszentrum nach oben bringen, aber auch drei, vier Talente, die aus der A‑Jugend herauskommen, bei uns fördern. Gerade auch mit Ayoub Chaikhoun und Justin von der Hitz haben wir wirklich tolle Spieler geholt. Wir können richtig stolz und glücklich sein, dass wir solche Jungs in der Hinterhand haben. Sie haben bewiesen, dass sie auch 2. Liga spielen können.“ Diese Aussage unterstreicht das ursprüngliche Vertrauen in die Fähigkeiten des 19-Jährigen.
Trainer Klose: Junge Spieler brauchen Spielpraxis
Doch nun hat sich die Situation geändert. Trainer Miroslav Klose (48) machte im Trainingslager in Südtirol deutlich, dass von der Hitz in der aktuellen Kaderplanung keine Rolle mehr spielt. „Wir haben alles klar mit Justin gesprochen. Er sieht sich selbst auch ein wenig weiter vorn. Nur da sind momentan zwei Spieler (Ghrieb und Justvan, Anm. d. Red.) auf seiner Position gesetzt. Wir müssen jetzt mal die nächsten Spiele abwarten und dann eine Entscheidung treffen. Wichtig ist, dass die Jungs in dem Alter auf die Platte kommen“, erklärte Klose. Der Weltmeister von 2014 betonte damit die Notwendigkeit von regelmäßiger Spielzeit für die Entwicklung junger Talente.
Von der Hitz half als Linksverteidiger aus
Zuletzt musste von der Hitz im Testspiel gegen Waldhof Mannheim (3:2) sogar als Linksverteidiger aushelfen – ein klares Zeichen, dass er im offensiven Bereich keine Perspektive hat. Ein mögliches Leihgeschäft, etwa in die 3. Liga, schloss Klose auf Nachfrage nicht aus. Der Club verfolgt seit Jahren eine Leihphilosophie, um Talente Spielpraxis sammeln zu lassen. Auch Ayoub Chaikhoun, ebenfalls ein vielversprechendes Talent, durfte nicht mehr mit ins Trainingslager reisen und soll sich einen neuen Verein suchen. Damit zeichnet sich für von der Hitz ein Abschied auf Raten ab.



