Nach WM-Finale: Dani Olmo wirft Argentinien-Coach Ayala Lüge vor
Olmo wirft Argentinien-Assistenztrainer Ayala Lüge vor

Der Zoff zwischen Spanien und Argentinien nach dem WM-Finale in den USA reißt nicht ab. Dani Olmo, früherer Leipziger und aktuell beim FC Barcelona, hat nun mit deutlichen Worten auf Aussagen von Argentiniens Assistenztrainer Roberto Ayala reagiert. Ayala hatte zuvor erklärt, er bereue seine Tätlichkeit nach dem Schlusspfiff – aber nur bedingt.

Hintergrund der Auseinandersetzung

Nach dem 1:0-Sieg Spaniens nach Verlängerung im WM-Endspiel war es zu tumultartigen Szenen gekommen. Der Argentinier Leandro Paredes griff bei Rangeleien Spaniens Jungstar Gavi am Leibchen, traf ihn mit der Hand im Gesicht und schubste ihn zu Boden. Zuvor hatte er bereits Eric Garcia geschubst. In diesem Getümmel war auch Roberto Ayala, früher selbst argentinischer Nationalspieler, involviert. Er geriet mit Garcia und Dani Olmo aneinander. Laut Ayala habe er dabei zugeschlagen – allerdings als Reaktion auf eine angebliche verbale Provokation.

Olmos klare Worte

Im Interview mit „Diari de Terrassa“ wurde Olmo mit Ayalas Rechtfertigung konfrontiert. Der 28-Jährige, einer der Führungsspieler der spanischen Mannschaft, machte seinem Ärger Luft: „Jemand, der sagt, dass er seine Tat bereut, einen Faustschlag aber damit rechtfertigt, dass er eine Reaktion auf eine Bemerkung gewesen sei, bereut sie vermutlich nicht wirklich. Denn er sagt nicht die Wahrheit: Ich habe überhaupt nichts zu ihm gesagt.“ Olmo betonte, dass er Ayalas Entschuldigung nicht brauche, da er keine Schuld auf sich geladen habe. „Was uns wirklich ausmacht, ist nicht der Fehler selbst, sondern der Mut, ihn mit Demut, Wahrhaftigkeit und Würde einzugestehen“, fügte er hinzu.

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FIFA leitet Untersuchung ein

Die Vorfälle nach dem Abpfiff haben ein Nachspiel: Der Fußball-Weltverband FIFA hat eine Untersuchung eingeleitet. Im Fokus stehen die Handlungen von Leandro Paredes und Roberto Ayala sowie die Rangeleien mehrerer Spieler und Betreuer beider Teams. Die spanische Delegation hatte sich offiziell über das Verhalten der argentinischen Bank beschwert. Es drohen Sperren und Geldstrafen für die Beteiligten. Ob und wann die FIFA ein Urteil fällt, ist noch offen.

Olmo selbst zeigte sich gelassen. Er konzentriere sich nun auf die kommenden Aufgaben mit dem FC Barcelona. Der Offensivspieler, der in der Leipziger Zeit seine stärkste Phase erlebte, steht seit 2024 wieder beim katalanischen Klub unter Vertrag und gilt als Führungsfigur.

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