Exklusives Interview: Oluwaseun Adewumi über Hertha-Wechsel und Kindheitsträume
Oluwaseun Adewumi: Hertha-Wechsel und Kindheitsträume

Kitzbühel. Der erste Sommerneuzugang von Hertha BSC hat sich noch nicht lange in Berlin eingelebt, doch Oluwaseun Adewumi ist bereits voller Vorfreude auf die kommende Saison. Im exklusiven Gespräch mit unserer Redaktion spricht der neue Angreifer über seine Beweggründe für den Wechsel in die Hauptstadt, seine Kindheitsträume und eine unerwartete neue Vorliebe, die er in Kitzbühel entdeckt hat.

Der Wechsel nach Berlin

„Es ist eine große Sache für mich, für Hertha BSC zu spielen“, sagte Adewumi mit einem Lächeln. Der 21-Jährige wechselte von einem niederösterreichischen Klub zu den Berlinern, wo er einen Vertrag bis 2029 unterschrieb. „Die Gespräche mit dem Sportdirektor waren sehr intensiv. Er hat mir das Projekt Hertha perfekt erklärt – ich wusste sofort, dass ich hierher will.“ Der Stürmer betonte, dass die Philosophie des Vereins und die Perspektive, sich in der Bundesliga zu beweisen, ausschlaggebend waren. „In Berlin gibt es eine riesige Fußballkultur, das Stadion ist immer voll. Das reizt mich ungemein.“

Kindheitsträume und Vorbilder

Adewumi wuchs in Nigeria auf und träumte schon früh von einer Karriere als Profifußballer. „Als Kind habe ich meinen Onkel im Stadion gesehen – er hat in der nigerianischen Liga gespielt. Da wusste ich: Das will ich auch.“ Sein größtes Vorbild? „Didier Drogba. Seine Art, Tore zu schießen, seine Präsenz auf dem Platz – das hat mich inspiriert.“ In Europa angekommen, durchlief er verschiedene Jugendakademien, bevor er den Sprung zu den Profis schaffte. „Jeder Schritt war hart, aber ich habe nie aufgegeben. Hertha gibt mir jetzt die Chance, mich auf höchstem Niveau zu zeigen.“

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Eine neue Vorliebe: Training im Schnee

Das Trainingslager in Kitzbühel hat bei Adewumi eine ganz neue Leidenschaft geweckt. „Ich habe vorher noch nie Schnee gesehen – es ist unglaublich schön hier. Das Training bei Minusgraden ist zwar ungewohnt, aber ich liebe es“, sagte er lachend. Die österreichische Alpenlandschaft beeindruckte den Angreifer so sehr, dass er sogar überlegt, nach der Karriere in den Alpen zu leben. „Vielleicht kaufe ich mir irgendwann ein Haus in Tirol. Aber zuerst will ich in Berlin Tore schießen.“

Die Erwartungen an die Saison

Trotz seiner Jugend ist Adewumi ehrgeizig. „Ich möchte mich schnell in die Startelf spielen und der Mannschaft mit meinen Fähigkeiten helfen. Hertha hat große Ziele – und ich will Teil dieses Erfolgs sein.“ Der Stürmer zeigte sich überzeugt, dass die Mannschaft eine starke Saison spielen kann. „Die Chemie im Team stimmt. Wir haben junge, hungrige Spieler und erfahrene Führungskräfte. Das ist eine gute Mischung.“

Integration in Berlin

Auch abseits des Platzes fühlt sich Adewumi bereits wohl. „Berlin ist eine lebendige Stadt – ich habe schon einige Ecken erkundet. Das Brandenburger Tor, der Mauerpark; und das Essen ist fantastisch. Besonders die Dönerläden haben es mir angetan.“ Mit einem Schmunzeln fügte er hinzu: „Da muss ich aufpassen, dass ich nicht zu viel zunehme (lacht).“

Das Interview führte Paul Gorgas.

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