Italiens Verbandspräsident Giovanni Malago (67) hat offiziell bestätigt, dass der italienische Fußballverband (FIGC) mit Star-Trainer Pep Guardiola (55) über das Amt des Nationaltrainers verhandelt. Der langjährige Coach von Manchester City (2016 bis 2026) gilt als Kandidat für die Nachfolge von Gennaro Gattuso (48), der nach der enttäuschenden EM 2024 zurückgetreten war. Malago machte in einem Interview mit italienischen Medien deutlich, dass Guardiola eine der Hauptoptionen sei, obwohl der Verband unter starkem finanziellen Druck stehe.
Finanzielle Hürden und mögliche Ausnahmen
Malago betonte die angespannte Haushaltslage des FIGC: „Was die finanziellen Aspekte und das Budget betrifft: Zu sagen, dass wir den Gürtel enger schnallen müssen, wäre noch untertrieben.“ Dennoch ließ er durchblicken, dass für Guardiola Ausnahmen möglich seien. „Es wurden bereits Ausnahmen gemacht – und solche Ausnahmen könnten beispielsweise auch den Namen betreffen, der in diesen Stunden so stark im Mittelpunkt steht: Pep Guardiola. Aus offensichtlichen Gründen, die ich hier nicht näher erläutern möchte. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Sache am Ende auch zustande kommt“, so Malago.
Guardiolas Zögern und Dialogbereitschaft
Guardiola zögert jedoch, kurz nach dem Ende seiner zehnjährigen Amtszeit bei Manchester City eine neue Aufgabe zu übernehmen. Der Spanier hatte betont, sich zunächst eine Auszeit nehmen zu wollen. Malago erklärte: „Ich glaube dennoch, dass es richtig und wichtig war, den Dialog zu eröffnen und ihn aufrechtzuerhalten. Das ist keineswegs ein Zeichen mangelnden Respekts oder mangelnder Wertschätzung gegenüber anderen Kandidaten. Mit ihnen laufen die Gespräche bereits.“
Weitere Kandidaten im Rennen
Malago trifft die Entscheidung über den neuen Nationaltrainer gemeinsam mit Sportdirektor Paolo Maldini (58). Auf die Frage, ob sich die Auswahl inzwischen auf Guardiola, Andrea Pirlo und Roberto Mancini beschränke, winkte er ab: „Nein, absolut nicht. Wir orientieren uns an einem bestimmten Trainerprofil, und diese Namen gehören sicherlich zu dieser Kategorie.“ Der Verband prüfe auch jüngere Trainer. Guardiola trainierte zuvor den FC Barcelona (2008–2012), den FC Bayern München (2013–2016) und Manchester City (2016–2026), mit denen er zahlreiche Titel gewann.



