Ermittlungen gegen eigenen Beamten
Ein Berliner Polizist soll an den Hooligan-Attacken im Berliner Olympiastadion gegen Polizeibeamte beteiligt gewesen sein. Das Berliner Landeskriminalamt (LKA) hat nach einer Mitteilung der Polizei Ermittlungen gegen einen Beamten wegen möglicher Beteiligung an einer „gewalttätigen Auseinandersetzung“ im Westend aufgenommen. Auf Anfrage bestätigte ein Polizeisprecher nun, dass ein Zusammenhang mit Fan-Randalen am 17. Januar beim Fußballspiel Hertha BSC gegen den FC Schalke 04 besteht. Zuerst hatte darüber die „B.Z.“ berichtet.
Öffentlichkeitsfahndung mit Bildaufnahmen
Im Zuge ihrer Ermittlungen zu den Ausschreitungen hatte die Polizei am vergangenen Mittwoch eine Öffentlichkeitsfahndung mit Bildaufnahmen von 18 mutmaßlich Beteiligten gestartet. Inzwischen seien zehn Personen namentlich bekannt, darunter auch der fragliche Polizeibeamte, sagte der Sprecher. Der Beamte soll zum Zeitpunkt der Krawalle nicht im Dienst gewesen sein. Gegen ihn werden auch dienstrechtliche Maßnahmen geprüft.
Gewalttätige Ausschreitungen am Spieltag
Anlässlich des Fußballspiels am 17. Januar war es an Eingängen zum Berliner Olympiastadion und im Bereich der Ostkurve in der Arena zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Nach Polizeiangaben wurden Einsatzkräfte aus einer größeren Personengruppe heraus unter anderem mit Gegenständen beworfen. Dabei wurden mehrere Beamte verletzt, auch Hooligans erlitten Verletzungen. Ermittelt wird unter anderem wegen Landfriedensbruchs.
Die Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die anhaltenden Probleme mit Gewalt im Fußballumfeld. Die Polizei betont, dass sie mit Hochdruck daran arbeite, alle Beteiligten zur Rechenschaft zu ziehen. Die internen Ermittlungen gegen den eigenen Kollegen seien ein wichtiger Schritt, um das Vertrauen in die Polizeiarbeit zu wahren.



