Public Viewing bei der WM 2026: Was Fans in Deutschland wissen müssen
Public Viewing bei der WM 2026: Alle Tipps für Fans

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko wirft ihre Schatten voraus. Am 11. Juni beginnt das Turnier, und viele Fans in Deutschland fragen sich, wie sie die Spiele verfolgen können, insbesondere wenn die Anstoßzeiten aufgrund der Zeitverschiebung in die deutsche Nacht fallen. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen zum Public Viewing unter freiem Himmel.

Ist Public Viewing bei späten Spielen erlaubt?

Grundsätzlich gilt in Deutschland zwischen 22 und 6 Uhr der Lärmschutz. Die Bundesregierung und der Bundesrat haben jedoch für die WM eine Lockerung dieser Regeln ermöglicht. Städte und Gemeinden können nun Public-Viewing-Veranstaltungen auch während der Nachtstunden genehmigen. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) betonte: „Unser Ziel ist ein fairer Ausgleich zwischen Fußballfest und Lärmschutz.“

Welche Regel gilt in meiner Stadt?

Die Regelungen variieren von Ort zu Ort. Fußball-Fans sollten sich auf den Internetseiten ihrer Städte oder Gemeinden informieren. Auch Kneipen, Biergärten und Restaurants geben in der Regel Auskunft, ob und welche Spiele sie im Außenbereich oder in Innenräumen zeigen. In Berlin beispielsweise dürfen alle Spiele mit deutscher Beteiligung sowie das Finale jederzeit im Freien gezeigt werden. Für andere Partien gelten je nach Wochentag, Anstoßzeit und Bedeutung unterschiedliche Regeln. In Köln dürfen Spiele, die zwischen 6 und 22 Uhr angepfiffen werden, in voller Länge in der Außengastronomie gezeigt werden – viele K.-o.-Spiele fallen daher aus. In München ist das Zeigen von Spielen im Außenbereich von Gaststätten bis 1 Uhr und ab 6 Uhr erlaubt.

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Wann spielt die deutsche Nationalmannschaft?

Deutschland trifft in der Gruppe E auf Curaçao (14. Juni, 19:00 Uhr), die Elfenbeinküste (20. Juni, 22:00 Uhr) und Ecuador (25. Juni, 22:00 Uhr). Das erste Spiel gegen den WM-Neuling Curaçao wird um 19:00 Uhr deutscher Zeit angepfiffen, die anderen beiden um 22:00 Uhr. Die meisten Orte dürften diese Spiele unter freiem Himmel zeigen. Sollte das Team von Julian Nagelsmann Gruppensieger werden, steigt die erste K.-o.-Runde am 29. Juni um 22:30 Uhr, das mögliche Achtelfinale am 4. Juli um 23:00 Uhr.

Worauf muss ich beim Public Viewing achten?

Einige Gaststätten verlangen Reservierungen, andere lehnen diese ab. Vuvuzelas, Trommeln, Tröten und Pfeifen sind in Außenbereichen vielerorts verboten. Nach dem Abpfiff später Spiele müssen die Veranstalter das Public Viewing zügig beenden.

Große Fanmeilen? Fehlanzeige

Anders als bei vorherigen Turnieren wird es auf der Straße des 17. Juni in Berlin keine große Fanmeile geben. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt teilte mit, dass kein privater Betreiber einen Antrag gestellt habe. Auch das Public Viewing auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg fällt aus Kostengründen aus. In München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt sind keine offiziellen Fanfeste geplant. Eine Ausnahme ist die Arena auf Ewald in Herten (Nordrhein-Westfalen), wo bis zu 10.000 Fans unter anderem alle deutschen Vorrundenspiele sehen können.

Kneipen und Restaurants: Zeigen sie die Spiele im Freien?

Viele Gastronomen werden die wichtigsten Spiele im Freien übertragen. Der Deutsche Hotellerie- und Gastronomieverband weist jedoch auf zusätzliche Kosten hin: „Beispielsweise für Übertragungstechnik, Personal und Lizenzierungen“, so Hauptgeschäftsführerin Jana Schimke. Ob sich ein Fußball-Angebot im Freien lohne, hänge stark von den Anstoßzeiten und dem Wetter ab.

Private Party auf Balkon oder im Garten?

Die Ausnahmen vom Lärmschutz gelten nur für öffentliche Veranstaltungen. Für den Grillabend mit Freunden bleiben die üblichen Regeln bestehen. Wer also in einer lauen Nacht den Fernseher auf den Balkon stellen möchte, sollte die Nachbarn vorwarnen und auf die Lautstärke achten.

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