Deutsches Reit-Traumpaar Hinners und Vogel vor Heim-WM getrennt
Reit-Traumpaar Hinners und Vogel vor Heim-WM getrennt

Die ehemaligen Partner Sophie Hinners und Richard Vogel haben sich nach mehreren gemeinsamen Jahren getrennt, wie Vogel selbst bestätigte. „Ja, leider ist das Traumpaar jetzt keins mehr“, sagte der 29-Jährige. Hinners ist bereits aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Dennoch wollen beide bei der Weltmeisterschaft in Aachen im August 2026 gemeinsam für Deutschland starten und eine Medaille gewinnen – am liebsten Gold.

Harmonisches Miteinander trotz Trennung

Die Trennung kam für viele Reitsportfans überraschend, da Hinners und Vogel auch weiterhin ein sehr gutes Verhältnis pflegen. Beim Turnier in Riesenbeck am vergangenen Wochenende unterhielten sie sich angeregt und gaben sich gegenseitig Tipps für den Parcours. „Ich habe das Gefühl, dass wir uns super verstehen, super respektvoll miteinander umgehen“, sagte Hinners. „Es macht gar keinen so großen Unterschied, außer dass wir jetzt nicht mehr zusammenwohnen und keine Beziehung mehr führen. Ich würde vielleicht sogar sagen, dass wir aktuell noch besser zusammenarbeiten können.“

Gemeinsames Geschäft und WM-Quartett

Das ehemalige Paar ist weiterhin geschäftlich verbunden: Gemeinsam mit David Will betreiben sie einen Sport- und Handelsstall an drei Standorten. Zudem bilden Hinners und Vogel zusammen mit Marcus Ehning und Daniel Deußer das deutsche WM-Quartett in Aachen. „Wir sind immer noch sehr gut befreundet und haben ein sehr, sehr gutes Arbeitsverhältnis, auch ein freundschaftliches Verhältnis“, betonte Vogel. „Wir verstehen uns jetzt fast besser als in den Endzügen der Beziehung.“

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Bereits gemeinsame Turniere nach der Trennung

Seit der privaten Trennung sind Hinners und Vogel bereits wieder gemeinsam für das deutsche Nationalteam geritten, unter anderem Mitte Juni in La Baule (Frankreich) und zuletzt in Falsterbo (Schweden). „Von daher kommen wir, glaube ich, sehr gut als Team zurecht Richtung Weltmeisterschaft“, sagte Vogel. „Wir ergänzen uns immer noch sehr gut als Team. Wir fühlen uns immer noch stärker, wenn wir zusammen auf dem Turnier sind.“

Bundestrainer setzt auf Ex-Paar

Bundestrainer Otto Becker sieht dies positiv und setzt in Aachen auf das Ex-Paar. „Die Erwartungen sind natürlich hoch“, sagte die 28-jährige Hinners. „Wir wollen eine Teammedaille gewinnen, das wäre natürlich der Traum.“ Vogel formulierte es forscher: „Die Ziele sind ganz klar, dass wir auf jeden Fall eine Teammedaille gewinnen, am liebsten natürlich Gold.“ Er räumte jedoch ein: „Aber wir wissen alle, unser Sport ist sehr nah beieinander im Moment.“

Vogel als Topfavorit im Einzel

Neben dem Teamwettbewerb gilt Vogel als einer der Topfavoriten im Einzel. Der Europameister gewann im Juni mit seinem Pferd United Touch den Großen Preis von Aachen. Der Hengst ist mit der großen Rasenfläche und der Kulisse des Stadions mit fast 40.000 Zuschauern vertraut. „Natürlich schielt man da auch drauf und guckt, dass das Pferd genug Substanz hat für die ganze Woche“, sagte Vogel mit Blick auf die Einzelentscheidung am letzten WM-Tag. „Aber das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf dem Teamwettbewerb.“

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