Der spanische Fußball-Nationalspieler Rodri hat vor dem WM-Halbfinale gegen Frankreich am Dienstag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) einen Vergleich zwischen seinem Werdegang und dem des 19-jährigen Lamine Yamal gezogen. „Mit 19 war ich noch im Studentenwohnheim. Da gab es Partys, von denen ich lieber nichts erzähle“, sagte der 30-jährige Mittelfeldspieler dem „Guardian“.
Rodris Weg: Vom Studentenwohnheim zum Weltfußballer
Rodri studierte Wirtschaft an der Universität von Castellon und schloss das Studium später ab. Damals war er Nachwuchsspieler beim FC Villarreal und kam nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz. Täglich fuhr er mit dem Rad von der Uni zum Bahnhof und nahm dort den Zug zum Training. Seine Kommilitonen wussten nicht einmal, dass er Fußballer ist. „Mein Leben war ein komplett anderer Film, verglichen mit dem, was Lamine erlebt“, berichtete der Profi von Manchester City. „Ich war noch nicht einmal Profi.“
Yamal hingegen ist bereits ein Star. Rodri lobte die Reife des Teenagers, wies aber auch auf Entwicklungspotenzial hin: „Er ist ein Kind, das schon sehr viel Reife gezeigt hat. Aber es gibt noch Dinge, in denen er besser werden kann. Das ist aber in seinem Alter normal. Wir alle wissen, wie gut er ist.“
Durchbruch mit 21 und Rekordtransfer
Mit 21 Jahren gelang Rodri der Durchbruch als Stammspieler bei Villarreal. Anschließend wechselte er zu Atlético Madrid – jenem Verein, bei dem er in der Jugend wegen körperlicher Defizite aussortiert worden war. Nur ein Jahr später zahlte Manchester City die Ausstiegsklausel in Höhe von 70 Millionen Euro für Rodri. In sieben Jahren in England gewann er die Champions League, vier Meisterschaften, zweimal den FA-Cup und dreimal den Ligapokal. Bei der EM 2024 holte er mit Spanien nicht nur den Titel, sondern wurde auch als bester Spieler ausgezeichnet. Später im Jahr folgte der Ballon d'Or.
Halbfinale gegen Frankreich: Kein offener Schlagabtausch erwartet
Spanien und Frankreich trafen zuletzt vor rund einem Jahr im Halbfinale der Nations League aufeinander, als Spanien sich in einem spektakulären Spiel mit 5:4 durchsetzte. In Dallas hofft Rodri diesmal auf weniger Tore. „Sie haben sich verbessert, es ist schwerer, gegen sie Tore zu schießen“, sagte Rodri. „Und ich bin mir auch nicht sicher, ob uns ein offener Schlagabtausch liegen würde.“



