Ronny Thielemann zurück in Magdeburg: „Wollte wieder in den Männerbereich“
Ronny Thielemann zurück in Magdeburg: Ex-RB-Coach über Neuanfang

Ronny Thielemann (52) ist zurück in Magdeburg. Der Fußballlehrer übernimmt ab sofort die U23 des 1. FC Magdeburg, die in der Regionalliga antritt. Für den gebürtigen Magdeburger bedeutet diese Rückkehr keinen Umzug, denn seit knapp 16 Jahren lebt er mit seiner Familie in der Stadt. Als Co-Trainer von Jens Härtel (57) führte er den FCM 2015 in die 3. Liga und 2018 sogar in die 2. Liga.

Abschied von RB Leipzig

Zuletzt war Thielemann als Co-Trainer der U19 von Bundesligist RB Leipzig tätig. Sein Wechsel nach Magdeburg stand auch im Falle eines Profi-Abstiegs fest. „Das hätte bedeutet, dass auch die U23 abgestiegen wäre. Tatsächlich war es aber kein Ausschlusskriterium. Doch die Hoffnung, dass die Profis in der Liga bleiben, um auch wirtschaftlich andere Möglichkeiten zu haben, war selbstverständlich da“, erklärt er. Über seinen Abschied in Leipzig sagt er: „RB hat ja über Jahre viel investiert, ohne dass am Ende ein Spieler wirklich nach oben kam. Der neue Akademieleiter wollte deshalb etwas anders machen, was ja auch nicht ungewöhnlich ist. Ich war erst zwei Jahre dort und habe das als den Lauf der Dinge akzeptiert. Für andere war es natürlich deutlich härter, weil sie ihr halbes Berufsleben dort waren.“

Die Rückkehr nach Magdeburg

Thielemann pendelte bisher täglich nach Leipzig. „Ich war fast jeden Tag zu Hause, weil ich immer nach Leipzig gependelt bin. Für mich war der wichtigere Punkt, dass ich wieder zurück in den Männerbereich wollte“, betont er. Aufgrund seiner Erfahrungen in der RB-Akademie und zuvor mit der U17 und U19 beim FCM sieht er sich bestens gerüstet: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, mit jungen Spielern, die am Übergang zu den Profis stehen, zu arbeiten und sie auf den Männerbereich vorzubereiten.“

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Neue Aufgabe und Kaderplanung

Die Vorbereitung beginnt am 22. Juni, doch die Gespräche über Kaderplanung und Organisation laufen bereits. „Personell gab es einen Aderlass, sodass wir den Kader aufbauen müssen“, so Thielemann. Mit Co-Trainer Petrik Sander verbindet ihn eine alte Bekanntschaft: „Mit Petrik Sander habe ich schon zusammengearbeitet, als ich Spieler und er Co-Trainer in Cottbus war. Dass wir uns schon kennen, wird bei der Arbeit sicherlich förderlich sein.“

Blick auf Ex-Klubs

Thielemann verfolgt weiterhin die Entwicklung seines Heimatklubs Erzgebirge Aue. „Dort keimte ja kurzzeitig noch einmal Hoffnung auf, als 1860 München die Lizenz verlor. Aber mit dem Abstieg ist dort eine sehr unglückliche Phase zu Ende gegangen, die jedoch das Ende eines längeren Prozesses war. Mit dem Pokalsieg gab es jetzt ein Stück weit positives Grundgefühl, was für die Zukunft hoffentlich hilft. Aue ist mein Heimatverein, deshalb schaue ich da natürlich drauf. Aber das gilt auch für Jena, wo ich als Spieler meine erfolgreichste Zeit hatte. Beide Teams sind zudem unmittelbare Gegner für unsere U23, deshalb bleibe ich da natürlich im Thema.“

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