Die zweite Nacht der Fußball-Weltmeisterschaft brachte spannende Spiele und emotionale Momente. Nach dem Auftaktsieg von Mexiko gelang auch Südkorea ein erfolgreicher Start. Das Team um Superstar Heung-Min Son besiegte Tschechien mit 2:1 und drehte dabei einen Rückstand. In-beom Hwang (68. Minute) und Hyeon-gyu Oh (80.) trafen für die Koreaner, während Kapitän Ladislav Krejci die Tschechen in Führung geköpft hatte (59.). Son selbst blieb blass und enttäuschte als Ex-Bundesliga-Profi.
Mexiko zwischen Freude und Anspannung
Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum gratulierte dem mexikanischen Team zum 2:0-Sieg gegen Südafrika und sprach von einer „historischen Freude“. Allerdings kam es vor dem Stadion zu Ausschreitungen. Die Zeitung „ESTO“ beschrieb die Atmosphäre als „ungewöhnlich“: „Anstatt einer Stimmung wie bei einer Weltmeisterschaftsfeier löste der Gang ins Stadtzentrum ein Gefühl von Anspannung und Verzweiflung aus.“
Brasilien trauert um Weltmeister von 1970
Zwei Tage vor dem WM-Auftakt gegen Marokko erreichte Brasilien eine traurige Nachricht. Der frühere Abwehrspieler Brito, der 1970 Weltmeister wurde, starb im Alter von 86 Jahren. „Brito hat uns als einer der größten Verteidiger in der Geschichte des brasilianischen Fußballs verlassen“, sagte Verbandspräsident Samir Xaud. „Möge sein Kampfgeist unseren Spielern, die an der Weltmeisterschaft teilnehmen, als Inspiration dienen.“
Alphonso Davies fehlt Kanada
Co-Gastgeber Kanada muss im ersten Spiel gegen Bosnien-Herzegowina (21.00 Uhr, ARD und MagentaTV) auf Alphonso Davies verzichten. Der Bayern-Spieler ist nach einer Oberschenkelverletzung aus dem Mai noch nicht fit. Trainer Jesse Marsch hofft auf einen späteren Einsatz: „Wir hoffen sehr, dass wir in den kommenden Tagen Fortschritte erzielen und er bald einen Beitrag leisten kann.“
DFB-Prämien noch offen
Kurz vor dem WM-Auftakt am Sonntag (19.00 Uhr, ARD und MagentaTV) gegen Curaçao sind die Turnier-Prämien für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann noch ungeklärt. Die Verhandlungen zwischen Spielern und dem Deutschen Fußball-Bund sind noch nicht abgeschlossen, eine Einigung ist aber in Sicht. „Ja, wir sind kurz davor. Es sieht gut aus“, sagte Abwehrspieler Jonathan Tah. Die bislang höchste Prämie sicherten sich die deutschen Weltmeister 2014 in Brasilien mit 300.000 Euro pro Mann.



