Danel Sinani (29) hat einen neuen Klub gefunden. Der luxemburgische Nationalspieler, dessen Vertrag beim FC St. Pauli nach drei Jahren auslief, wechselt zum italienischen Zweitligisten Sampdoria Genua. Am Freitag absolviert Sinani seinen Medizincheck, wie italienische Transfer-Experten und das „Luxemburger Wort“ berichten. Sinani hatte bereits vor dem feststehenden Bundesliga-Abstieg der Kiezkicker signalisiert, nicht verlängern zu wollen.
Sinani als falsche Neun bei Sampdoria eingeplant
Sampdoria Genua, 1991 zum bisher einzigen Mal italienischer Meister, spielt seit 2023 in der Serie B. In der vergangenen Saison entging der Klub nur knapp dem Abstieg in die Serie C, nachdem Brescia Insolvenz anmelden musste und Samp in die Play-outs nachrückte. Dort setzte man sich gegen Salernitana durch. Am Ende belegte Sampdoria Rang 13, drei Punkte vor dem Relegationsplatz.
Mit neuer sportlicher Leitung und Trainer Bernardo Corradi (50, ehemals Lazio und Manchester City) will sich der Verein neu aufstellen. Corradi plant Sinani als falsche Neun ein, wie „La Repubblica Genova“ berichtet. Zudem wurde Ex-Nationalspieler Lorenzo Insigne (35, 54 Länderspiele) verpflichtet, der zuletzt für Zweitliga-Absteiger Pescara spielte.
Sinani entscheidet sich gegen Metz und Holtz
Neben Sampdoria hatte auch der französische Zweitligist FC Metz Interesse an Sinani. Dort trainiert seit Kurzem Luc Holtz (57), der Sinani von 2010 bis 2025 als Nationaltrainer Luxemburgs betreute und bereits in die U15 holte. Sinani zog jedoch den Wechsel nach Italien vor. Alle drei Klubs – Sampdoria, Metz und St. Pauli – spielen in der kommenden Saison in der zweiten Liga.
Sinani absolvierte für St. Pauli 56 Bundesliga-Spiele (7 Tore) und erzielte seinen einzigen Zweitliga-Treffer im Aufstiegsjahr 2024 beim 2:1-Sieg in Wiesbaden, der die Meisterschaft besiegelte. Insgesamt kommt der Offensivspieler auf 71 Länderspiele für Luxemburg.
Ex-St. Pauli-Profi Ziereis wechselt nach Australien
Während St. Pauli zuletzt vermehrt Spieler aus Australien verpflichtete (Irvine, Metcalfe, Klein), schlägt Philipp Ziereis (33) den umgekehrten Weg ein. Der Verteidiger, der von 2013 bis 2022 für die Kiezkicker spielte und zuletzt bei Greuther Fürth unter Vertrag stand, wechselt für zwei Jahre zu Melbourne Victory.



