Ein kurioser Vorfall überschattete das Testspiel zwischen Südkorea und Tschechien. In der 31. Minute schoss Südkoreas Superstar Heung-min Son einen Schuss, der weit über das Tor hinausging und einen Fan auf der Tribüne traf. Der Zuschauer wurde von dem Ball getroffen und sofort bewusstlos. Sanitäter eilten herbei und versorgten den Fan, der nach kurzer Zeit wieder zu sich kam.
Der Vorfall im Detail
Heung-min Son, der für Tottenham Hotspur spielt, hatte aus etwa 20 Metern abgezogen. Der Ball verfehlte das Tor deutlich und flog mit hoher Geschwindigkeit in die Zuschauerränge. Dort traf er einen Mann, der auf seinem Platz saß, direkt am Kopf. Der Fan sackte sofort zusammen und blieb regungslos liegen.
Die Spieler auf dem Feld bemerkten die Situation und signalisierten sofort, dass medizinische Hilfe benötigt wird. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie, während Sanitäter den Verletzten versorgten. Nach einigen Minuten konnte der Fan auf einer Trage aus dem Stadion gebracht werden. Er war zu diesem Zeitpunkt wieder bei Bewusstsein und wurde zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.
Reaktionen auf den Vorfall
Heung-min Son zeigte sich nach dem Spiel sichtlich betroffen. „Ich bin froh, dass es ihm wieder besser geht. Ich hoffe, dass er keine schweren Verletzungen davongetragen hat. So etwas will kein Spieler erleben“, sagte der Südkoreaner in einem Interview. Auch sein Trainer und die Mitspieler drückten ihre Besorgnis aus.
Der tschechische Verband und die Stadionleitung äußerten sich ebenfalls. „Wir sind erleichtert, dass der Fan wohlauf ist. Wir werden die Sicherheitsvorkehrungen überprüfen, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden“, hieß es in einer Stellungnahme.
Diskussion um Fansicherheit
Der Vorfall wirft erneut die Frage nach der Sicherheit der Zuschauer auf. Immer wieder kommt es bei Fußballspielen zu Zwischenfällen, bei denen Bälle in die Zuschauerränge fliegen und Fans treffen. In den meisten Fällen sind die Folgen glimpflich, aber es gab auch schon schwerwiegendere Verletzungen.
Experten fordern daher eine bessere Absicherung der Tribünen, beispielsweise durch höhere Netze oder eine größere Distanz zwischen Spielfeld und Zuschauern. Die Vereine und Verbände stehen in der Pflicht, hier nachzubessern.



