Kurz nach dem Sieg im WM-Halbfinale gegen Frankreich (2:0) am Dienstag klingelte das Handy von Spaniens Trainer Luis de la Fuente (65). Am anderen Ende der Leitung war der spanische König Felipe VI. (58). Er wollte gratulieren. In der anschließenden Pressekonferenz berichtete de la Fuente von seinen Gefühlen während des Anrufs: „Es macht uns unfassbar stolz, dass sich unser König für uns interessiert, sich um uns sorgt und uns ständig ermutigt.“
De la Fuente über möglichen Endspiel-Gegner
De la Fuente sprach außerdem über den möglichen Endspiel-Gegner: „Die Leute haben gesagt, dass Frankreich gegen Spanien ein vorweggenommenes Finale ist. Aber das ist England gegen Argentinien auch. Wir haben da keine Präferenzen. Ich bin mit Lionel Scaloni (Argentinien-Trainer) befreundet, aber ich würde auch gerne gegen England spielen.“
Teamgeist und Feierlichkeiten
Über seine Mannschaft sagte de la Fuente: „Dieses Team überrascht mich immer wieder mit dem, wozu es fähig ist. Die Jungs steigern sich von Spiel zu Spiel.“ Zu den Feierlichkeiten in Spanien nach dem Halbfinal-Sieg erklärte er: „Es ist toll, die Menschen auf der Straße zu sehen. Sie versammeln sich um diese Mannschaft. Ich bin stolz, Spanier zu sein.“
Der Teamgeist sei außergewöhnlich: „Wir sind seit 47 Tagen zusammen und es hat keinerlei Probleme in unserem Camp gegeben. Es ist ganz wichtig, Deine Reisepartner umsichtig auszuwählen. Darauf haben wir vor dem Turnier unser besonderes Augenmerk gerichtet.“
Kritik an Schiedsrichtern und Rodri
Auf die Kritik seines französischen Kollegen Didier Deschamps an der Schiedsrichter-Leistung reagierte de la Fuente gelassen: „Wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir sie uns vorstellen, dann finden wir eine Menge Gründe. Ich hatte in der Vergangenheit auch schon so meine Probleme mit den Schiedsrichtern. Aber heute möchte ich nicht darüber reden.“
Besonders deutlich wurde de la Fuente bei der Verteidigung seines defensiven Mittelfeldspielers Rodri (30): „Ich habe es schon mal gesagt – ihn infrage zu stellen, ist ein Zeichen von fehlender Intelligenz. Das hat er gegen Frankreich wieder mal bewiesen. Er ist ein großartiger Fußballer, er verkörpert die Idee, die wir vom Fußball haben. Er kann einfach alles gut, interpretiert seine Rolle großartig. Wir sind froh, ihn zu haben.“



