Jan-Lennard Struff spielt am Sonntag im Achtelfinale von Wimbledon das bisher größte Match seiner Karriere – doch seine Familie ist nicht vor Ort. „Es ist erst mal morgen Kita-Fest“, antwortete der 36-Jährige nach seinem überraschenden Dreisatz-Sieg gegen den russischen Top-Ten-Spieler Daniil Medwedew auf die Frage, ob die Familie für Sonntag nicht anreisen könnte. „Es ist alles gut und alles okay so, wie es ist gerade. Ich freue mich, wenn ich sie wiedersehe. Wir haben jetzt gerade noch gefacetimed, haben ein bisschen gesprochen.“
Familie bleibt in der Heimat
Die Mutter seiner beiden Söhne sei von Sonntag bis Mittwoch in London gewesen. „Sie hat das erste Spiel geguckt, das zweite musste sie gleichzeitig in den Flieger einsteigen, zu Hause sind die Kinder“, sagte der Sauerländer. Aufgrund der Schulpflicht sei es nicht möglich, dass die Familie problemlos unter der Woche in London dabei sei. Struff ist 2019 und 2022 Vater geworden.
In der Heimat werden am Sonntag sicher die Daumen gedrückt. Gegen den Polen Hubert Hurkacz möchte der Warsteiner zum ersten Mal in seiner Tennis-Karriere das Viertelfinale bei einem der vier Grand-Slam-Turniere erreichen.
Struff über Gegner Hurkacz
„Er war jetzt, glaube ich, mit einer Knieverletzung ein bisschen raus. Davor war er ein brutal gefährlicher Spieler, vor allem auch auf Rasen“, sagte Struff über seinen kommenden Gegner. Der frühere Top-Ten-Spieler Hurkacz machte sich in Wimbledon einen Namen, als er 2021 ins Halbfinale einzog. Auf dem Weg dorthin besiegte der Pole im Viertelfinale die Schweizer Tennis-Legende Roger Federer – und gewann dabei den letzten, dritten Satz mit 6:0. Es war der letzte Auftritt des achtmaligen Wimbledon-Siegers Federer beim Londoner Rasenklassiker.
Struff hat gegen den als starken Aufschläger bekannten Hurkacz zwei Spiele gewonnen und zwei verloren. Der bisher letzte Vergleich ist jedoch mehr als zwei Jahre her. In der Weltrangliste ist Hurkacz auf Platz 96 abgerutscht, Struff belegt Rang 74.



