Tasmania Berlin: Highlight-Spiel gegen Aue – „Können was reißen“
Tasmania Berlin: Highlight-Spiel gegen Aue – „Können was reißen“

Berlin. Für Tasmania Berlin beginnt die Saison 2026/27 mit einer gehörigen Portion Gegenwind. Die 1:5-Niederlage zum Regionalliga-Auftakt gegen den BFC Dynamo war eine herbe Enttäuschung, hinzu kamen organisatorische Pannen: Hunderte Eintrittskarten für das erste Heimspiel blieben unauffindbar. Doch der Klub blickt bereits nach vorne – auf das Pokal-Highlight gegen den Drittligisten Erzgebirge Aue. „Aue kann sich auf was gefasst machen“, kündigt Vorstandsvorsitzender Almir Numic selbstbewusst an.

Fehlstart mit Hindernissen

Das Auftaktspiel gegen den BFC Dynamo endete für Tasmania Berlin mit einer deutlichen 1:5-Niederlage. Die Mannschaft von Trainer Jörg Goslar fand nie richtig ins Spiel und lag bereits zur Halbzeit mit 0:3 zurück. Der Ehrentreffer durch Stürmer Lukas Düker in der 78. Minute war nur ein schwacher Trost. „Wir haben uns mehr vorgenommen, aber die Abläufe stimmen noch nicht“, räumte Goslar nach dem Spiel ein. „Es war ein gebrauchter Tag.“

Doch die Pleite war nicht das einzige Problem. Wie der Verein am Montag mitteilte, sind bei der Auslieferung der Eintrittskarten für das Heimspiel Unregelmäßigkeiten aufgetreten. „Circa 300 Karten sind auf dem Postweg verloren gegangen“, erklärte Numic. Der Schaden liegt bei mehreren tausend Euro – ein herber Rückschlag für den finanziell ohnehin gebeutelten Traditionsklub. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Sicherheitslücken zu schließen“, so Numic weiter. Betroffene Fans können sich an die Geschäftsstelle wenden, um Ersatzkarten zu erhalten.

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Pokal-Los als Stimmungsaufheller

Trotz des frustrierenden Auftakts fiebert Tasmania Berlin nun dem DFB-Pokal-Spiel gegen Erzgebirge Aue entgegen. Die Partie, die am 12. August 2026 im Stadion an der Lohmühle stattfindet, ist für den Klub ein absolutes Highlight. „Der DFB-Pokal ist immer etwas Besonderes“, schwärmt Numic. „Gegen einen Drittligisten können wir vielleicht eine Überraschung schaffen. Die Mannschaft brennt darauf, sich zu rehabilitieren.“

Um die Fans zu mobilisieren und die Negativschlagzeilen vergessen zu machen, hat sich der Verein eine besondere Aktion einfallen lassen: „Wir werden den gesamten Erlös aus dem Pokalspiel an die Jugendabteilung spenden“, kündigte Numic an. „So geben wir denjenigen etwas zurück, die die Zukunft des Vereins sind.“ Die Kartenpreise bleiben moderat, um möglichst viele Zuschauer anzulocken. „Wir wollen eine tolle Atmosphäre und zeigen, dass Tasmania Berlin lebt.“

Trainer optimistisch: „Können was reißen“

Auch Trainer Jörg Goslar glaubt an die Chance auf eine Sensation. „Wir haben nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen“, sagte er in einem Interview. „Aue ist Favorit, aber wir kennen ihre Schwächen. Wenn wir kämpferisch dagegenhalten und unsere Chancen nutzen, können wir was reißen.“ Die Vorbereitung auf das Pokalspiel läuft auf Hochtouren. „Wir haben die ersten Trainingseinheiten analysiert, die Mannschaft ist fokussiert und will es allen zeigen.“

Die Tasmania-Fans hoffen auf einen Neuanfang. Nach der enttäuschenden Auftaktniederlage und dem Kartendebakel wäre ein Erfolgserlebnis im Pokal genau das richtige Signal. „Der Verein steht vor großen Herausforderungen, aber wir sind kämpferisch eingestellt“, betont Numic. „Die Saison ist lang, und wir werden uns steigern. Aue kann sich auf was gefasst machen.“

Finanzielle Lage angespannt

Die verlorenen Karten sind nicht die einzige finanzielle Belastung. Tasmania Berlin kämpft seit Jahren mit einem knappen Budget. „Wir müssen jeden Euro umdrehen“, erklärt Numic. Der Verlust der Karten verschärft die Situation, doch der Vorstand hofft auf die Pokaleinnahmen: „Wenn wir eine Runde weiterkommen, gibt es eine ordentliche Prämie. Das wäre ein großer Schritt nach vorn.“ Der Verein plant zudem eine Crowdfunding-Kampagne, um die Jugendabteilung zu stärken. „Wir setzen auf die Solidarität der Fans“, so Numic.

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Ausblick: Regionalliga bleibt das Hauptziel

Trotz aller Pokaleuphorie bleibt das Hauptziel der Klassenerhalt in der Regionalliga Nordost. „Für uns zählt jeder Punkt“, sagt Trainer Goslar. „Die Liga ist stark, aber wir sind gut genug, um oben mitzuspielen.“ Nach dem Pokalspiel wartet bereits der nächste schwere Gegner: der Tabellenführer VfB Lübeck. „Wir müssen jetzt schnell den Fehlstart abhaken und uns auf die nächsten Aufgaben konzentrieren“, fordert Numic. „Das Potenzial ist da, das haben wir in der Vorbereitung gezeigt.“

Das Spiel gegen Erzgebirge Aue wird jedoch für einen besonderen Moment im Vereinsleben sorgen. Für viele Spieler ist es das erste Mal auf einer so großen Bühne. „Die Jungs sind heiß, das spürt man jeden Tag im Training“, versichert Goslar. „Es wird ein Festtag für den Berliner Amateurfußball.“ Ob Tasmania die Sensation schafft oder nicht – der Verein hat sich für den 12. August viel vorgenommen. Die Botschaft ist klar: „Aue kann sich auf was gefasst machen.“