Die Heizölpreise in Deutschland sind am Donnerstag, 30. Juli 2026, auf bis zu 1,40 Euro pro Liter gestiegen. Damit zahlen Haushalte mit Ölheizung fast 40 Cent mehr als im Sommer 2025, als der Durchschnittspreis bei rund 0,88 Euro lag. Haupttreiber sind erneute geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die die Rohölmärkte belasten.
Heizölpreise im Detail: Aktuelle Werte vom 30. Juli
Je nach Anbieter variieren die Preise. Laut Vergleichsportal Tecson liegt der Literpreis für Standard-Heizöl bei 1,40 Euro, bei esyoil bei 1,34 Euro. Die Rohölnotierungen stiegen ebenfalls: US-Rohöl kostete 85,69 Dollar je Barrel, Nordseeöl 92,80 Dollar. Gasöl notierte bei 1.323,00 Dollar pro Tonne. Der Wechselkurs lag bei 1 Euro = 1,14 Dollar.
Expertin ordnet Preisanstieg ein
Heizöl-Expertin Claudia Lohse kommentiert bei esyoil: „Die Ölpreise sind heute Morgen nach oben gesprungen, nachdem es in der Nacht eine neue Welle von Angriffen am Persischen Golf gegeben hat. Die zarte Hoffnung auf Verhandlungen, die nach der Angriffspause seit vergangenen Freitag aufgekeimt war, ist damit erneut verflogen.“ Der Iran-Krieg hatte im Frühjahr 2026 zu Rekordpreisen geführt, die aktuellen Werte bleiben jedoch darunter.
Historische Entwicklung: Heizölpreise der letzten zwölf Monate
Ein Blick auf die durchschnittlichen Literpreise der vergangenen Monate zeigt die Volatilität: Im Juli 2025 lag der Preis bei 0,91 Euro, im August bei 0,88 Euro, im September bei 0,89 Euro, im Oktober bei 0,88 Euro, im November bei 0,95 Euro, im Dezember bei 0,90 Euro. Ab Januar 2026 stiegen die Preise: Januar 0,90 Euro, Februar 0,92 Euro, März 1,34 Euro, April 1,35 Euro, Mai 1,37 Euro, Juni 1,14 Euro, Juli 1,27 Euro. Der starke Anstieg ab März spiegelt die Eskalation im Iran-Konflikt wider.
Tipps für Verbraucher: Wann bestellen und worauf achten?
Experten raten, die Bestellung im Sommer zu tätigen, wenn die Nachfrage niedriger ist. Allerdings können geopolitische Ereignisse diese Saisonalität durchbrechen. Ein Preisvergleich über Portale wie esyoil lohnt sich, da die Preise regional und anbieterabhängig schwanken. Zusätzlich sollten Verbraucher auf den CO2-Preis achten, der die Heizölkosten beeinflusst. Eine regelmäßige Wartung der Heizung und eine bessere Dämmung können langfristig Kosten senken. Bei größeren Mengen gewähren viele Händler Rabatte, jedoch müssen Lagerkapazitäten stimmen. Auch ein Festpreisvertrag kann vor weiteren Steigerungen schützen, birgt aber ein Abwärtsrisiko.



