AfD in Sachsen-Anhalt-Umfrage bei 41 Prozent – CDU fällt auf 24 Prozent
AfD in Umfrage bei 41 Prozent, CDU bei 24 Prozent

Nur noch fünf Wochen bis zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Die AfD liegt im aktuellen „Sachsen-Anhalttrend“ des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap unverändert bei 41 Prozent und baut damit ihren Vorsprung auf die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze aus. Die Union verliert zwei Prozentpunkte im Vergleich zur Mai-Umfrage und kommt nur noch auf 24 Prozent. Die Ultrarechten, die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft werden, können damit auf einen klaren Sieg am 6. September hoffen.

Linke und SPD im Landtag, BSW scheitert an Fünf-Prozent-Hürde

Laut der Erhebung von Infratest dimap im Auftrag von MDR, WDR, „Magdeburger Volksstimme“ und „Mitteldeutsche Zeitung“ folgt die Linke mit 13 Prozent, die SPD erreicht sieben Prozent. Die Grünen kämen mit fünf Prozent knapp in den Landtag. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) scheitert mit vier Prozent an der Sperrklausel, die noch mitregierende FDP wird wegen zu geringer Werte nicht einzeln ausgewiesen.

Sollte dieses Ergebnis eintreten, hätte die AfD keine absolute Mehrheit der Mandate. Die Partei strebt jedoch eine Alleinregierung an und will mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund erstmals einen Ministerpräsidenten in einem deutschen Bundesland stellen.

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Schwierige Regierungsbildung ohne AfD? Brandmauer-Diskussion neu entfacht

Eine Regierungsbildung ohne die AfD gestaltet sich schwierig. Die CDU könnte nur mit SPD und Linken oder mit der AfD eine Mehrheit organisieren. Die Landes-CDU hat jedoch mehrfach bekräftigt, weder mit der Linken noch mit der AfD zusammenarbeiten zu wollen – eine Haltung, die in der Bevölkerung auf mehrheitliche Skepsis stößt. Die unklaren Mehrheitsverhältnisse haben zuletzt die Debatte über die sogenannte Brandmauer zu den Ultrarechten neu angefacht.

Unzufriedenheit mit Landesregierung wächst

Die Unzufriedenheit mit der aktuellen Koalition aus CDU, SPD und FDP nimmt zu: Nur noch 29 Prozent der Befragten sind mit der Regierungsarbeit sehr zufrieden oder zufrieden. Ministerpräsident Schulze kann seine Bekanntheit zwar steigern, erhält aber nur 29 Prozent Zustimmung. AfD-Herausforderer Siegmund liegt mit 35 Prozent leicht vor ihm, bleibt aber ebenfalls weit von einer mehrheitlich positiven Bewertung entfernt.

AfD führt bei Kompetenzzuschreibung – Wirtschaft warnt

Bei der Frage nach der Parteikompetenz liegt die AfD mit 36 Prozent (plus fünf Punkte) deutlich vorn. Nur 16 Prozent trauen der CDU am ehesten zu, die wichtigsten Aufgaben des Landes zu lösen. Wirtschaftsvertreter haben wiederholt vor einer Regierungsverantwortung der AfD gewarnt. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigte, dass die Umsetzung des AfD-Wahlprogramms verheerende wirtschaftliche Folgen hätte. Zudem sorgten AfD-Landtagskandidaten mit mutmaßlichen Verbindungen zur Neonazi-Szene für Schlagzeilen.

Umfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Nachlassende Parteibindungen und kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren die Gewichtung der Daten. Sie spiegeln nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.

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