Tour de France: Pogacar und Vingegaard nachts zu Dopingtests geweckt
Tour: Pogacar und Vingegaard nachts zu Dopingtests

Nach der anstrengenden Bergetappe in den Vogesen bei der Tour de France haben die Radsport-Stars Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard unruhige Nächte erlebt. Beide wurden nach eigenen Angaben mitten in der Nacht von Dopingkontrolleuren geweckt und mussten eine Probe abgeben. Pogacar, Träger des Gelben Trikots, berichtete bei Eurosport vor der 15. Etappe, er habe nur vier Stunden Schlaf bekommen, da die Kontrolle um fünf Uhr morgens stattfand. „Ich gehe immer spät schlafen, aber es war trotzdem ein großer Schock“, sagte der 27-jährige Slowene.

Pogacar reagiert gelassen

Pogacar nahm die Situation mit Humor: „Ich hatte einen schönen langen Morgen, ich habe nicht mehr geschlafen. Ich habe gechillt und alte Eminem-Hits gehört. Und habe Kaffee getrunken.“ Er fügte schmunzelnd hinzu: „Es war definitiv nicht schön, mitten aus meinen süßen Träumen herausgerissen zu werden.“ Als Gesamtführender wird Pogacar bereits täglich rund um die Etappen getestet. Er zeigte Verständnis für die Kontrolleure: „Mir tut es auch leid für die Leute, die uns kontrollieren müssen, weil ich mir vorstellen kann, dass einige Fahrer aufgebracht und wütend werden. Aber es ist nicht deren Schuld.“

Vingegaard kritisiert Zeitpunkt

Sein Dauerrivale Jonas Vingegaard wurde noch früher gestört: Die International Testing Agency (ITA) habe ihm „nicht erlaubt, viel zu schlafen“. „Ich habe gut geschlafen, aber dann hat jemand um zwei Uhr nachts an meiner Tür geklingelt. Das war eine große Überraschung für mich“, sagte der Däne ebenfalls bei Eurosport. Anders als Pogacar reagierte Vingegaard verärgert: „Es ist gut, dass sie testen, aber wenn es die Leistung beeinflusst und deinen Schlaf, dann denke ich nicht, dass es so gut ist. Hoffentlich bin ich am Ende nicht der Einzige, denn am Ende sollte es für jeden gleich sein. Es ist nicht so schön um zwei Uhr.“ Die Prozedur habe 40 Minuten gedauert, ehe er wieder ins Bett konnte.

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Hintergrund: Doping im Radsport

Der Radsport wird seit Jahren von Dopingverdacht begleitet. Zwischen 1998 und 2009 erschütterten zahlreiche Skandale die Sportart. Auch die aktuellen Spitzenleistungen von Fahrern wie Pogacar schüren ständig Zweifel. Wie viele Profis insgesamt von der nächtlichen Aktion betroffen waren, blieb zunächst unklar.

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