Im Trainingslager von Werder Bremen skandieren die Fans immer wieder den Namen „Chuki“. Der 22-jährige Neuzugang aus Spanien, der sich selbst als „Zauberer“ bezeichnet, hat im Testspiel gegen den japanischen Erstligisten Okayama mit einem Traumtor für Aufsehen gesorgt. Aus knapp 20 Metern hämmerte der 1,70 Meter kleine Mittelfeldspieler den Ball flach und sehenswert ins Eck – das 1:0 für die Grün-Weißen. Am Ende gewann Werder mit 2:0.
Lob von Werder-Boss Clemens Fritz
„Ich habe das Gefühl, dass er gut angekommen ist. Er ist sehr engagiert und bietet im Training viel an. Dass er sich zutraut, diesen Schuss zu nehmen, zeigt sein Selbstvertrauen. Er hat ein gutes Spiel gemacht“, lobte Werder-Boss Clemens Fritz (45) den Auftritt des jungen Spaniers. Chuki war an diesem Tag einer der auffälligsten Spieler auf dem Platz.
Trainer Thioune bremst Euphorie
Trotz des starken Auftritts warnt Trainer Daniel Thioune (52) vor überhöhten Erwartungen: „Ich bewerte ihn nicht nur an Toren und Vorlagen, sondern wie er sich auf der Acht und in den Halbräumen bewegt. Das war heute etwas anspruchsvoller als noch in Verden. Ich fände es vermessen, ihn jetzt schon zu bewerten. Wir wollen und müssen ihm die Zeit geben.“ Thioune betonte, dass der Plan sei, Chuki in Ruhe an das neue Umfeld zu gewöhnen und ihm Zeit zur Entwicklung zu geben.
Dennoch zeigte sich auch der Trainer von den Fähigkeiten des 22-Jährigen beeindruckt: „Bei ihm haben wir schon vor ein paar Tagen gesehen, dass er ein paar spannende Ansätze hat. Sein Freistoß in Verden war klasse, jetzt hat man die Schärfe in seinem Schuss gesehen.“
Zufriedenheit mit der Mannschaftsleistung
Thioune war insgesamt mit dem Auftritt gegen Okayama zufrieden: „Wir mussten defensiv viel wegverteidigen, was weitestgehend gut gelungen ist. Wir haben an Standards gearbeitet – und jetzt ein Standard-Tor gemacht. Die Japaner sind in der Vorbereitung schon etwas weiter als wir. Daher war es eine ordentliche und konzentrierte Leistung.“
Positive Nachrichten aus dem Lazarett
Gute Nachrichten gibt es zudem aus dem Werder-Lazarett. Im letzten Test des Trainingslagers am Samstag (13 Uhr) gegen Bochum dürften die angeschlagenen Felix Agu, Dariusz Stalmach, Skelly Alvero und Karim Coulibaly zurückkehren. Damit stehen Trainer Thioune bald wieder mehr Optionen zur Verfügung.



