Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel hat nach dem 1:2 (0:0) im WM-Halbfinale gegen Argentinien die Verantwortung für seine umstrittenen defensiven Wechsel übernommen. „Natürlich wollten wir das zweite Tor machen, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass offensive Wechsel helfen würden. Ich kann die Diskussionen verstehen. Natürlich gibt es danach immer Leute, die es besser wissen. Ich übernehme die Verantwortung“, sagte Tuchel nach der Partie in Atlanta.
Defensive Umstellung nach Führungstor
Nach dem Führungstor durch Anthony Gordon in der 55. Minute hatte Tuchel insgesamt drei Verteidiger – Dan Burn, Nico O'Reilly und Ezri Konsa – eingewechselt und auf eine Fünferkette umgestellt. „Wir wollten in der Luft stärker sein. Direkt nach unserem Tor haben wir viel zu viele Flanken kassiert“, begründete der 51-Jährige. Die erste Verantwortung für all diese Entscheidungen liege beim Trainer. In der Schlussphase drehten Enzo Fernández (85.) und Lautaro Martínez (90+2.) die Partie, jeweils auf Vorlage von Superstar Lionel Messi.
Weitere Spiele und Zukunft
Während der Titelverteidiger am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in East Rutherford bei New York auf Europameister Spanien trifft, bekommt es England am Samstag (23.00 Uhr) in Miami mit Frankreich zu tun. Es geht nur noch um Platz drei. Auf den ersten großen Titel seit dem WM-Triumph 1966 müssen die Three Lions weiter warten. „Das Team hat alles gegeben, wir waren sehr nah dran. Wir haben es nicht über die Ziellinie gebracht“, sagte Tuchel, der bei Englands Verband einen Vertrag bis 2028 hat. In zwei Jahren ist Großbritannien mit dem Hauptspielort London Gastgeber für die Europameisterschaft.



