Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat im Machtkampf mit FIFA-Präsident Gianni Infantino eine dramatische Eskalation eingeleitet. Nach einer zweistündigen Krisensitzung beschlossen die 55 Mitgliedsverbände einstimmig, einen Boykott aller FIFA-Turniere zu unterstützen, sollte Infantino sein umstrittenes Projekt zur Öffnung der FIFA für private Investoren verwirklichen. In der Fußballwelt ist vom „totalen Krieg“ die Rede.
Internationale Reaktionen: „Totaler Krieg“
Die Presse in ganz Europa reagiert mit scharfen Worten auf die Ankündigung. Die italienische „Gazzetta dello Sport“ titelt: „Die UEFA führt einen totalen Krieg gegen Infantino.“ Auch der „Corriere dello Sport“ spricht von einer „beispiellosen Eskalation“. In Frankreich schreibt „Le Parisien“ von einer „Bombe“ und einem „Tsunami“ in der Fußballwelt. Die spanische „AS“ betont, die UEFA habe Infantino eine „deutliche Warnung“ ausgesprochen.
Infantinos Rücktritt gefordert
In England gehen die Stimmen noch weiter. Die „Sun“ prophezeit „das Ende der Welt“ und fordert einen WM-Boykott. Der „Mirror“ verlangt den Rücktritt Infantinos: „Gianni Infantino muss gehen. Für den FIFA-Chef gibt es nach seiner brutalen Reaktion auf die WM-Pläne kein Zurück mehr.“ Der „Guardian“ berichtet, dass die einheitliche Haltung der UEFA trotz Befürchtungen zustande kam, kleinere Nationen könnten durch Infantinos Finanzversprechen geködert werden. „Das bedeutet, dass Infantino vor einer schwierigen Aufgabe steht, um seinen Plan voranzubringen“, zitiert die Zeitung aus der Sitzung.
Auswirkungen auf die Fußballwelt
Die Drohung der UEFA könnte die Fußballwelt in eine tiefe Krise stürzen. Ein Boykott der FIFA-Turniere durch Europa hätte immense wirtschaftliche und sportliche Folgen. Der österreichischen „Krone“ zufolge ist dies ein „Paukenschlag“, während „oe24“ von einer endgültigen Eskalation spricht. Die Schweizer „Blick“ sieht eine „maximale Eskalationsstufe“ im Machtkampf zwischen UEFA und FIFA. Infantino hingegen will die FIFA über ein kommerzielles Unternehmen für private Investoren öffnen, um die Einnahmen zu steigern. Die UEFA lehnt dies entschieden ab und setzt nun auf Boykott als letztes Mittel.



