Das US-Außenministerium hat sich für die Verwendung einer fehlerhaften Afrika-Karte während einer internationalen Aids-Konferenz in Rio de Janeiro entschuldigt. In einer Präsentation der US-Delegation zu Wochenbeginn waren sechs afrikanische Länder falsch eingezeichnet worden, was für Empörung und Spott in den sozialen Medien sorgte.
Karte mit grotesken Fehlern
Auf der Karte lag Nigeria im Zentrum des Kontinents – ohne Zugang zum Meer. Mosambik war fälschlicherweise am Horn von Afrika verortet, während die Elfenbeinküste im Süden Afrikas platziert wurde. Die Fehler fielen Konferenzteilnehmern schnell auf, die Fotos der Karte in Online-Netzwerken teilten. Ein Sprecher von US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete die Panne als „bedauerlichen Fehler“ und übernahm die volle Verantwortung.
Ein Mitarbeiter des Ministeriums habe die Präsentation noch in letzter Minute geändert, wobei die fehlerhafte Karte entstanden sei, so der Sprecher weiter. Der Vorfall untergräbt das Vertrauen in die US-Diplomatie, insbesondere bei afrikanischen Partnern, die auf der Konferenz vertreten waren.
Hintergrund: US-Hilfen im Kampf gegen HIV/AIDS
Das Treffen in Rio de Janeiro widmete sich dem internationalen Kampf gegen HIV und Aids. Die USA hatten nach der Rückkehr von Präsident Donald Trump ins Weiße Haus ihre Hilfsprogramme drastisch gekürzt. Dennoch stammen laut einem aktuellen UN-Bericht weiterhin 74 Prozent der öffentlichen Mittel für den globalen Kampf gegen HIV aus den Vereinigten Staaten. Die fehlerhafte Karte könnte die diplomatischen Bemühungen beeinträchtigen.
Reaktionen und Folgen
Der Rubio-Sprecher betonte: „Wir übernehmen die volle Verantwortung für die Verwirrung um die falschen Informationen, die dies bei den Teilnehmern verursacht haben könnte, einschließlich unseren afrikanischen Partnern.“ Teilnehmer der Konferenz hatten die Karte scharf kritisiert. Der Vorfall zeigt, wie wichtig präzise geografische Darstellungen in internationalen Beziehungen sind.
Experten warnen, dass solche Fehler die Glaubwürdigkeit der USA in Afrika weiter schwächen könnten. Die US-Regierung will künftig strengere Kontrollen bei Präsentationsmaterialien einführen.



