Microsoft-Kursfeuerwerk treibt Wall Street auf Rekordhoch
Microsoft-Kursfeuerwerk treibt Wall Street an

Ein massiver Kurssprung bei Microsoft hat der Wall Street deutliche Gewinne beschert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,2 Prozent höher auf 52.208 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 1,7 Prozent auf 7437 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 2,8 Prozent auf 25.122 Punkte.

Microsoft mit historischem Tagesgewinn

Aktien von Microsoft schossen um mehr als 15 Prozent in die Höhe und verzeichneten damit den größten prozentualen Tagesgewinn seit 18 Jahren. Der Softwarekonzern übertraf mit seinen Prognosen für Umsatz und Cloud-Wachstum die Erwartungen und beruhigte mit geringer als befürchteten Investitionsausgaben die Sorgen der Anleger vor ausufernden Kosten für Künstliche Intelligenz (KI). Der Börsenwert des Unternehmens stieg um 450 Milliarden Dollar, was den größten jemals verzeichneten Tageszuwachs einer Firma an der Wall Street darstellt.

Meta-Aktie stürzt ab – Belastung durch KI-Investitionen

Im Gegensatz dazu stürzten die Papiere von Meta ab. Der Social-Media-Konzern meldete für das zweite Quartal einen Einbruch des freien Cashflows um 91 Prozent, was die finanzielle Belastung durch den teuren KI-Ausbau verdeutlichte. „Bei diesen Titeln schieden sich derzeit die Geister“, sagte Portfoliomanager Jed Ellerbroek von Argent Capital Management. „Die Anleger können sich nicht entscheiden, ob sich die massiven Investitionsausgaben lohnen werden oder nicht. Microsoft habe jedoch geliefert und könne sich nun möglicherweise als verlässlicher KI-Gewinner etablieren“, erklärte er weiter.

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Chip-Werte profitieren von Erleichterung im Tech-Sektor

Die Erleichterung im Tech-Sektor beflügelte auch die Chip-Werte: Der Branchenindex stieg um 8,2 Prozent. Aktien von Micron Technology, Sandisk und AMD verbuchten zweistellige Kursgewinne.

Konjunkturdaten und Fed-Signale belasten Anleihemarkt

Am breiteren Markt verarbeiteten die Investoren zudem neue Konjunkturdaten und geldpolitische Signale. Das US-Wirtschaftswachstum verlangsamte sich im zweiten Quartal auf 1,5 Prozent und blieb damit hinter den Schätzungen von 2,1 Prozent zurück. Zugleich schwächte sich die Inflation im Juni ab. Nach der Zinspause der US-Notenbank (Fed) am Mittwoch und widersprüchlichen Signalen des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh preisten Händler die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September nur noch mit 59 Prozent ein, verglichen mit 82 Prozent in der Vorwoche.

Am Anleihemarkt stieg die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit 19 Jahren. Unter den weiteren Einzelwerten gaben die Papiere von Apple im Vorfeld der nach Börsenschluss erwarteten Quartalszahlen um 1,4 Prozent nach, während Amazon um 3,9 Prozent zulegten.

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