Die 55 Mitgliedsverbände der UEFA haben sich nach Informationen der BBC geschlossen für einen möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft ausgesprochen. Hintergrund ist der geplante Verkauf von Anteilen an den kommerziellen Rechten der FIFA an private Investoren. Auch die britischen Medien „Times“ und „Sky“ berichten übereinstimmend von dem Beschluss.
Einstimmiger Protest gegen Kommerzialisierung
Laut der Quelle, die der BBC anonym berichtete, haben alle 55 UEFA-Mitgliedsverbände bei einer Abstimmung dafür gestimmt, einen Boykott der WM zu unterstützen, sollte FIFA-Präsident Gianni Infantino den Plan vorantreiben, Anteile des FIFA-Konzerns an externe Geldgeber zu veräußern. Der Schritt wird als beispielloser Protest gegen die zunehmende Kommerzialisierung des Weltfußballs gewertet. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hat sich in der Vergangenheit wiederholt kritisch zu den Plänen Infantinos geäußert.
Hintergrund des Konflikts
Die FIFA hatte zuvor signalisiert, dass sie erwägt, einen Teil ihrer Vermarktungsrechte und künftigen Einnahmen an Investoren zu verkaufen, um neue Finanzquellen zu erschließen. Kritiker befürchten einen zu starken Einfluss von Finanzinvestoren auf den Weltfußballverband. Die UEFA als größter und einflussreichster Kontinentalverband sieht durch solche Pläne die Autonomie des Sports gefährdet. Ein offizielles Statement der UEFA lag zunächst nicht vor, doch die BBC beruft sich auf eine hochrangige Quelle innerhalb des Verbandes.
Reaktionen und Ausblick
Die Europäische Fußball-Union hat damit erstmals geschlossen eine Boykottdrohung gegen die FIFA ausgesprochen. Sollte Infantino an seinen Plänen festhalten, könnte die nächste WM ohne die europäischen Top-Nationen stattfinden – ein Szenario, das die FIFA unbedingt vermeiden möchte. Die „Bild“-Zeitung kündigte an, weitere Details zu veröffentlichen. Es bleibt abzuwarten, ob die FIFA auf den massiven Widerstand reagiert oder den Konflikt weiter eskaliert. Die Abstimmung zeigt deutlich, wie tief der Graben zwischen der UEFA und der FIFA in dieser Frage ist.



