VAR-Revolution! Kramer fordert Abschaffung der Super-Zeitlupe
VAR-Revolution! Kramer will Super-Zeitlupe abschaffen

Klare Ansage von Weltmeister Kramer

Christoph Kramer (35) sorgt im ZDF-WM-Studio für Aufsehen. Der 2014er-Weltmeister, der als Experte für das ZDF im Einsatz ist, äußert sich deutlich zur Rot-Flut im Eröffnungsspiel der WM 2026 in Mexiko-Stadt. Gleich drei Platzverweise gab es: Zwei südafrikanische Spieler und ein Mexikaner mussten vorzeitig vom Platz. Der brasilianische Schiedsrichter Wilton Sampaio, mit Glatze und Schiri-Kamera am Kopf, griff knallhart durch. Im Gespräch mit Moderatorin Kathrin Müller-Hohenstein, seinem Weltmeister-Kollegen Per Mertesacker (mit Brille) und ZDF-Schiedsrichter-Experte Thorsten Kinhöfer fordert Kramer eine Revolution des Videobeweises.

Kramers Kritik an der Super-Zeitlupe

Kramer erklärt: „Was ich immer schon sage: Der größte Dorn im Auge ist mir beim VAR diese Super-Slow-Mo.“ Damit meint er die extreme Zeitlupe, die nicht nur dem Fernsehen, sondern auch dem Video-Schiedsrichter zur Verfügung steht. So kann jede Szene Bild für Bild analysiert werden. Um seine These zu untermauern, simuliert Kramer ein Foul an Mertesacker: „Also wenn ich jetzt bei Per so mache – spiel das mal in Super-Slow-Mo ab.“ Mertesacker lacht: „Da passiert jetzt mal gar nichts.“ Kramer entgegnet: „Genau, gar nichts, weil du ein Baum bist. Aber wenn du das in Super-Slow-Mo abspielst …“

Der Ex-Profi fügt hinzu: „Es kommt immer darauf an, wie du fällst. Ich habe zwei Jahre mit VAR gespielt. Wenn mich da einer nur berührt hat – ich habe Sanitäter kommen lassen! Ich bin so lange liegen geblieben, weil ich natürlich wusste: Der Schiedsrichter guckt es sich in Super-Slow-Mo aus ganz vielen Perspektiven an. Und wenn er mich trifft – und ich falle gut und ich mache so ein Gesicht – sieht es in der Super-Slow-Mo auch noch schlimmer aus.“

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Forderung nach Echtzeit-Überprüfung

Kramer weiter: „Dann findest du Elfmeter noch und nöcher, wo einfach in der Realgeschwindigkeit keiner ist. Und deswegen würde ich mich freuen, wenn man einfach nicht in Super-Slow-Mos oder in Zeitlupe etwas abspielt, sondern einfach immer nur Realgeschwindigkeit. Weil, da siehst du einfach, ist nichts.“

ZDF-Schiedsrichter-Experte Thorsten Kinhöfer stimmt zu: „Man sieht, dass der mexikanische Spieler die Karte fast zieht. In Realgeschwindigkeit und ohne Schauspielkunst des Spielers wäre es nicht zu einer Roten Karte gekommen. Regeltechnisch dennoch vertretbar, weil man eine Schlagbewegung hat.“ Dann sorgt er für Lacher: „Er hat die Szene ja auch überlebt …“

Südafrikas Trainer sauer

Südafrikas Trainer Hugo Broos zeigt sich verärgert: „Über die erste Rote Karte müssen wir nicht sprechen. Aber die Zweite: Da blockt der mexikanische Spieler meinen Spieler.“ Mit einer Grimasse fügt er hinzu: „Ich finde es schade, dass wir mit neun Spielern zu Ende spielen mussten.“

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