Vier OPs in zehn Tagen: Bochums Wittek drohte Bein-Amputation
Vier OPs in zehn Tagen: Bochums Wittek drohte Amputation

Bochums Maxi Wittek (30) kann aufatmen: Eine scheinbar harmlose Verletzung entwickelte sich beinahe zu einem Drama. Trotz einer 21 Zentimeter langen XXL-Narbe hatte der VfL-Profi Glück im Unglück. Vier Operationen in zehn Tagen verhinderten eine drohende Bein-Amputation.

Von harmlosem Zweikampf zur Not-OP

Nach einem Zweikampf mit Bielefelds Monju Momuluh (24), der Wittek das Knie auf den Oberschenkel bekam, musste der 30-Jährige am 2. Mai ausgewechselt werden. Zunächst machte sich niemand große Sorgen. Doch zuhause schwoll sein linkes Bein dramatisch an, der Druck wurde unerträglich. Im hauseigenen Bochum-Podcast „meinVfL“ schilderte Wittek die dramatischen Stunden: „Ich hatte unserem Arzt Mark Sandfort geschrieben, dass ich probieren werde zu schlafen – was ich Gott sei Dank nicht gemacht habe, weil es nicht geklappt hat.“ Als der Schmerz noch schlimmer wurde, bestellte Sandfort ihn sofort in die Bochumer Knappschaft Kliniken.

Schnelles Handeln verhindert Amputation

Die Diagnose lautete Kompartmentsyndrom – eine seltene Mangeldurchblutung des Gewebes. Es folgte eine Not-Operation. Wittek: „Wenn ein paar Stunden zu viel vergehen, kann das böse enden. Im schlimmsten Fall hätte man das Bein abnehmen müssen. Durch die schnelle Handlung von Mark ist es aber nicht so weit gekommen. Ich bin ihm unendlich dankbar.“ Bei der ersten OP wurde das Bein komplett aufgeschnitten, um den Druck entweichen zu lassen.

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Vier Eingriffe in zehn Tagen

Eine Woche später folgten zwei weitere Operationen, bei denen die 21 Zentimeter lange Narbe mit 17 Stichen geschlossen wurde. Nur drei Tage danach musste der Oberschenkel erneut geöffnet werden, weil sich durch den Schlag ein Hämatom auf dem Knochen gebildet hatte. „Es musste sehr viel altes Blut entfernt werden“, so Wittek. Insgesamt vier Eingriffe in nur zehn Tagen. Das Riesenglück: Die Amputation wurde verhindert, und der Muskel blieb unverletzt.

Rückkehr auf den Rasen

Nach sechs Wochen Pause ist Wittek nun zurück und steigert seine Belastung. Er trainiert bereits mit Teamkameraden. Wenn alles gut läuft, könnte er beim Zweitliga-Auftaktspiel gegen Hertha BSC am 7. August um 20.30 Uhr wieder dabei sein.

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