Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat bei der WM eine brutale Niederlage gegen Paraguay im Elfmeterschießen mit 4:5 hinnehmen müssen. BILD-Chefredakteurin Marion Horn kommentiert diesen Auftritt als symptomatisch für den Zustand des gesamten Landes. Sie wirft Bundestrainer Julian Nagelsmann und Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) vor, in einer Parallelwelt zu leben und die Realität zu verleugnen.
Kanzler Merz lobt Team – Horn empört
Bundeskanzler Friedrich Merz schrieb nach dem Spiel auf der Plattform X: „Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“ Marion Horn widerspricht diesem Statement vehement: „Kanzler, das stimmt einfach nicht!!! Zweitklassigkeit akzeptiere ich nicht. Ich bin nicht stolz. Ich bin sauer. Ich bin enttäuscht. Ich bin wütend!“ Sie betont, dass die Kinder in Deutschland das Land nur noch als Verlierer kennenlernen würden.
Sportliche und wirtschaftliche Talfahrt
Horn zieht eine Parallele zwischen der sportlichen Misere und der wirtschaftlichen Lage: „Unsere Wirtschaft erlebt eine in jeder Hinsicht beispiellose Abwärtsspirale, täglich Pleiten, Deindustrialisierung. Und der Fußball in Deutschland lebt nur noch vom Ruf der Vergangenheit.“ Sie zitiert Lothar Matthäus, wonach in der Mannschaft angeblich diskutiert wurde, wessen Mutter im Privatjet mitfliegen dürfe, anstatt sich auf den Pokal zu konzentrieren.
Kritik an Nagelsmann und Merz
Die Chefredakteurin kritisiert sowohl Bundestrainer Julian Nagelsmann als auch Kanzler Merz scharf. Nagelsmann habe noch nicht einmal den Anstand, nach dem Desaster zurückzutreten. „Beide sind unfähig, ihre Fehler zu sehen und Verantwortung zu übernehmen. Kritiker sind nur Nörgler, die die ‚Erfolge‘ nicht sehen wollen.“ Horn bemängelt, dass die Mannschaft nicht gekämpft habe und der Auftritt des Trainers arrogant und überheblich gewesen sei. „Kein Feuer. Die sind alle so satt. Ein Abbild unserer Gesellschaft.“
Aufruf zum Handeln
Horn fordert einen verschärften Ton und erklärt, dass BILD die Wahrheit aussprechen müsse. „Der Bundestrainer ist genauso überfordert und erfolglos wie der Bundeskanzler. Der eine wollte uns zum Weltmeister machen, der andere ist angetreten mit ‚Links ist vorbei‘. Ersteren kann man direkt feuern. Und das sollte schnellstens passieren.“ Sie ruft dazu auf, die Realität anzuerkennen: „Der Kaiser ist nackt!“



