WM 2026: Drei Erkenntnisse aus Argentiniens Sieg gegen England
WM 2026: Drei Erkenntnisse aus Argentiniens Sieg

Argentinien hat das Halbfinale der WM 2026 gegen England mit 2:1 gewonnen und steht damit im Finale. Das Spiel offenbarte drei entscheidende Erkenntnisse: Die Stärke Argentiniens liegt nicht nur im Talent, sondern auch im Kampfgeist. Thomas Tuchels taktischer Ansatz wirkte am Ende ähnlich vorsichtig wie der von Gareth Southgate bei früheren Turnieren. Und Lionel Messi ist nur noch ein Spiel von der Unsterblichkeit entfernt – ein weiterer WM-Titel würde seinen Status als bester Fußballer aller Zeiten endgültig zementieren.

Kampfgeist als Trumpf Argentiniens

Argentinien zeigte einmal mehr, dass es nicht nur auf spielerische Brillanz setzt. In einer intensiven Partie mit vielen Zweikämpfen bewies die Mannschaft um Kapitän Messi eine bemerkenswerte Moral. Nach dem frühen Rückstand durch ein Tor von Harry Kane in der 15. Minute ließ sich das Team nicht verunsichern. Stattdessen kämpfte es sich zurück und glich noch vor der Pause durch einen Kopfball von Julián Álvarez aus. In der zweiten Halbzeit erhöhte Ángel Di María nach einer Vorlage von Messi auf 2:1. „Wir haben gezeigt, dass wir nicht nur schön spielen können, sondern auch leiden“, sagte Trainer Lionel Scaloni nach dem Spiel.

Tuchels Defensivtaktik verpufft

Englands Trainer Thomas Tuchel hatte vor dem Spiel eine defensivere Taktik gewählt, um die argentinische Offensive zu neutralisieren. Doch dieser Ansatz ging nicht auf. England stand tief und überließ Argentinien die Initiative, was dem Gegner erlaubte, sein Kombinationsspiel aufzuziehen. „Tuchel hat sich wie Southgate verhalten – zu vorsichtig“, kritisierte der ehemalige englische Nationalspieler Gary Lineker bei BBC. England hatte in der zweiten Halbzeit nur 35 Prozent Ballbesitz und kam zu keiner nennenswerten Torchance mehr. Die Einwechslung von Phil Foden in der 70. Minute brachte keine Wende. Tuchel rechtfertigte seine Taktik: „Gegen Argentinien darf man sich nicht zu weit öffnen, sonst wird man bestraft. Leider hat es heute nicht gereicht.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Messi vor der Unsterblichkeit

Für Lionel Messi war es ein weiterer Höhepunkt in seiner ohnehin legendären Karriere. Mit einem Tor und einer Vorlage war er der entscheidende Mann auf dem Platz. Nun fehlt ihm nur noch ein Sieg im Finale, um seinen zweiten WM-Titel zu holen. „Messi ist ein Spiel von der Unsterblichkeit entfernt“, schrieb die argentinische Zeitung Olé. Der 39-Jährige (Stand 2026) hat bereits alle großen Titel gewonnen: Champions League, Weltmeisterschaft 2022, Copa América. Ein weiterer WM-Triumph würde ihn endgültig über Pelé und Diego Maradona stellen. Im Finale trifft Argentinien entweder auf Brasilien oder Frankreich. „Wir werden alles geben, um diesen Traum wahr werden zu lassen“, sagte Messi.

Statistik und Ausblick

Argentinien gewann 52 Prozent der Zweikämpfe und hatte insgesamt 14 Torschüsse, davon sechs aufs Tor. England kam nur auf sieben Torschüsse, drei gingen aufs Tor. Die Passquote Argentiniens lag bei 89 Prozent, die Englands bei 82 Prozent. Im Finale wird Argentinien auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Brasilien und Frankreich treffen. Das Spiel findet am 18. Juli 2026 im MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey, statt. Sollte Argentinien gewinnen, wäre es der dritte WM-Titel für das Land nach 1978, 1986 und 2022. „Wir sind bereit für das Finale“, sagte Scaloni. „Diese Mannschaft hat einen unglaublichen Charakter.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration