Paraguays Präsident Santiago Peña hat nach dem sensationellen 4:3-Erfolg im Elfmeterschießen gegen Deutschland einen nationalen Feiertag ausgerufen. „Paraguay gibt niemals auf! Feiertag, verdammt!!“, schrieb Peña auf X. Die Regierung bestätigte den kurzzeitigen Feiertag noch am Abend des 29. Juni. In der Hauptstadt Asunción strömten tausende Menschen auf die Straßen, um den größten Erfolg der Fußball-Geschichte des südamerikanischen Landes zu feiern.
DFB-Elf reist nachts zurück ins Quartier
Die deutsche Nationalmannschaft landete tief in der Nacht auf dem Smith Reynolds Airport in Winston-Salem. Bundestrainer Julian Nagelsmann verließ als einer der Ersten das Flugzeug und ging mit Rollkoffer über das Rollfeld. Er hatte bereits nach dem Spiel erklärt, trotz des frühen Auscheidens weitermachen zu wollen. Mit ihm reisten Verbandspräsident Bernd Neuendorf, Sportdirektor Rudi Völler und Geschäftsführer Andreas Rettig.
Merz spricht Mut zu
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) richtete aufbauende Worte an die Mannschaft: „Wir sind stolz auf euch“, schrieb er auf X. Das Ausscheiden schmerze, aber die Mannschaft habe das Land begeistert.
Niederlande scheitern an Marokko
Nach Deutschland ist auch die nächste europäische Top-Nation früh ausgeschieden. Die Niederlande verloren im Sechzehntelfinale gegen Marokko mit 2:3 im Elfmeterschießen. Vor 51.243 Zuschauern in Monterrey verwandelte Ismael Saibari den entscheidenden Strafstoß. Cody Gakpo hatte die Elftal in der 72. Minute in Führung gebracht, doch Issa Diop köpfte in der Nachspielzeit den Ausgleich.
Nagelsmann stellt sich nicht in Frage
Julian Nagelsmann bekräftigte nach dem Spiel seinen Willen, Bundestrainer zu bleiben. „Ich möchte es weitermachen. Ich stehe bereit, wenn man das möchte“, sagte er bei MagentaTV. Sein Vertrag läuft noch bis zur EM 2028. Kapitän Joshua Kimmich schloss einen Rücktritt aus: „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde ist: aufgeben.“
Klopp wehrt sich gegen Trainer-Debatte
Jürgen Klopp wies Spekulationen über eine mögliche Übernahme des Bundestrainer-Postens zurück. „Ich verstehe, dass mein Name genannt wird. Aber es ist nicht der Moment“, sagte er bei MagentaTV. Die Entscheidung über Nagelsmanns Zukunft liegt nun beim DFB.
VAR-Entscheidung sorgt für Ärger
Das aberkannte Tor von Jonathan Tah in der Verlängerung löste heftige Diskussionen aus. Nagelsmann nannte die Entscheidung einen „Witz“ und einen „Vollskandal“. Nach einer Ecke hatte Tah vermeintlich das 2:1 erzielt, doch der VAR griff wegen eines angeblichen Fouls von Waldemar Anton an Paraguays Torhüter Orlando Gill ein. Schiedsrichter Jalal Jayed aus Marokko entschied nach Ansicht der Bilder auf Foul.
Paraguays Keeper als Matchwinner
Orlando Gill avancierte zum Helden, indem er Elfmeter von Kai Havertz und Nick Woltemade hielt und Jonathan Tah zur Ungenauigkeit trieb. „Ich habe jeden Spieler, jeden Aspekt, jedes Detail analysiert“, erklärte er der Zeitung „ABC“. Insgesamt vereitelte er drei Strafstöße.
Historische Niederlage im Elfmeterschießen
Es war die erste Niederlage Deutschlands im Elfmeterschießen bei einer WM. Kai Havertz hatte in der 54. Minute den Ausgleich erzielt, nachdem Julio Enciso Paraguay in Führung gebracht hatte. In der regulären Spielzeit und der Verlängerung fielen keine weiteren Tore. Die erste K.o.-Niederlage seit 2014 beschert der DFB-Elf das dritte frühe Aus in Folge bei einer WM.
Brasilien entgeht Schmach
Brasilien gewann sein Sechzehntelfinale gegen Japan mit 2:1 durch ein Tor von Martinelli in der fünften Minute der Nachspielzeit. Casemiro hatte zuvor ausgeglichen. Trainer Carlo Ancelotti sagte: „Der Sieg war verdient.“
Norwegen mit Viking Row empfangen
Die norwegische Nationalmannschaft wurde bei ihrer Ankunft in Dallas von Polizisten mit einer kollektiven Ruder-Einlage begrüßt. Trainer Stale Solbakken kommentierte scherzhaft: „Das ist schon eine surreale Sache.“



