WM 2026: Trump gratuliert US-Nationalmannschaft zum Auftaktsieg
US-Präsident Donald Trump hat der Nationalmannschaft seines Landes zu ihrem Auftaktsieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft gratuliert. „Herzlichen Glückwunsch an das Team USA zu seinem bedeutenden Sieg, 4:1, gegen eine sehr gute paraguayische Mannschaft“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. „Macht weiter so!“ Trump selbst war nicht zu dem Spiel in die Arena südlich von Los Angeles gereist – stattdessen verfolgte dort sein Außenminister Marco Rubio die Partie.
FIFA-Präsident Infantino verärgert Italien mit Witz
Das kam in Italien nicht gut an: FIFA-Präsident Gianni Infantino hat mit einer scherzhaft gemeinten Bemerkung über die große WM-Misere des viermaligen Fußball-Weltmeisters Kritik ausgelöst. Im Interview des brasilianischen Senders CazéTV machte sich Infantino über das erneute Scheitern der italienischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation lustig, als er über eine mögliche Aufstockung der WM auf 64 Teams grinsend sagte: „Vielleicht qualifiziert sich Italien bei einer WM mit 64 Teams - oder wir gehen sogar hoch auf 228 Teams.“
WM-Einreise für Partey verweigert – Ghana schickt Protestnote
Die Einreiseverweigerung für Ghanas Fußball-Nationalspieler Thomas Partey nach Kanada wird zum diplomatischen Streitfall. Das ghanaische Außenministerium hat eine offizielle Protestnote an die kanadische Regierung geschickt und eine Überprüfung der Entscheidung gefordert. Partey darf wegen Visa-Problemen nicht zum WM-Spiel gegen Panama nach Toronto reisen. Hintergrund sind Missbrauchsvorwürfe gegen den 33-Jährigen, die derzeit vor einem Gericht in London verhandelt werden. Partey weist die Vorwürfe zurück und plädierte auf nicht schuldig. Ghana kritisiert, dass Kanada seine Entscheidung auf ein laufendes Verfahren ohne Verurteilung stütze, und verweist auf die Unschuldsvermutung.
Debatte um Zuschauerzahl bei der WM
Die FIFA hat ihre offizielle Zuschauerzahl beim WM-Spiel zwischen Südkorea und Tschechien trotz vieler sichtbar leerer Plätze verteidigt. Der Weltverband gab für die Partie in Zapopan 44.985 Zuschauer und damit eine Auslastung von 98,5 Prozent an. Die Zahl basiere auf gescannten Tickets und Personen auf dem Stadiongelände, nicht auf der tatsächlich besetzten Sitzplatzanzahl. Zudem hätten viele Fans das Spiel stehend verfolgt. Für Diskussionen sorgen auch die Ticketpreise der WM in Kanada, Mexiko und den USA. Vor Turnierbeginn waren nach FIFA-Angaben 29 Spiele ausverkauft, für 75 Partien waren noch Karten erhältlich. FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigte die Preise mit Verweis auf den US-Markt und andere große Sportveranstaltungen in den Vereinigten Staaten.
Das bringt der morgige WM-Tag: DFB-Team startet gegen Curaçao
Der vierte Tag bei der Fußball-Weltmeisterschaft hat es in sich: Gleich fünf Spiele in vier Gruppen stehen am Sonntag auf dem Programm. Im Fokus steht die deutsche Nationalmannschaft. Zum Turniereinstand trifft das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann auf WM-Neuling Curaçao.
Die Spiele des WM-Tages
- Deutschland-Curaçao (19.00 Uhr, ARD und MagentaTV): Der viermalige Weltmeister trifft in seinem Auftaktspiel in Houston auf den WM-Neuling Curaçao. Es ist das erste Länderspiel gegen die Kicker von der Karibik-Insel, die als krasser Außenseiter in Gruppe E gelten. Im Tor steht Manuel Neuer vor seinem ersten Länderspieleinsatz seit zwei Jahren. Der 40-Jährige war nach der Heim-EM 2024 als Nationalspieler zurückgetreten, Nagelsmann holte den Weltmeister von 2014 aber kurz vor der WM zurück.
- Brasilien-Marokko (00.00 Uhr, ZDF und MagentaTV): Der Rekordweltmeister eröffnet die Spiele der Gruppe C gleich mit einem Härtetest: Das Team von Startrainer Carlo Ancelotti trifft in East Rutherford auf Afrikameister Marokko. Fehlen wird den Brasilianern Neymar wegen der Folgen einer Wadenverletzung. So werden alle Augen auf das Offensivduo Raphinha/Vinícius Junior gerichtet sein.
- Haiti-Schottland (03.00 Uhr, MagentaTV): Im zweiten Spiel der Brasilien-Gruppe stehen sich die beiden Außenseiter gegenüber. Weder Schottland bei der neunten WM-Teilnahme noch Haiti beim bislang einzigen WM-Auftritt 1974 haben bisher die Gruppenphase überstanden. Die Schotten können sich in Boston zumindest der Unterstützung zahlreicher Fans sicher sein.
- Australien-Türkei (06.00 Uhr, MagentaTV): WM-Stammgast Australien ist in der Gruppe von Co-Gastgeber USA gegen unberechenbare Türken gefordert. Mit einem Sieg könnte das Team um St.-Pauli-Profi und Kapitän Jackson Irvine bereits einen wichtigen Schritt in Richtung K.o.-Phase machen. Für die Türkei ist die Partie im kanadischen Vancouver das erste WM-Spiel seit Platz drei 2002.
- Niederlande-Japan (22.00 Uhr, MagentaTV): Die meist hoch gehandelten Niederländer sind der Favorit in der Gruppe F. Nach den eher mäßigen Testspiel-Auftritten gegen Algerien (1:1) und Usbekistan (2:1) wird die Begegnung mit Rekordasienmeister Japan in Dallas schon zum Lackmustest für das Team von Bondscoach Ronald Koeman.
Diebstahl bei Englands Team – Trainingsausrüstung gestohlen?
Die englische Fußball-Nationalmannschaft mit Nationalcoach Thomas Tuchel ist offenbar vor ihrer Ankunft im WM-Trainingsquartier in Kansas City bestohlen worden. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, wurde in Fahrzeugen eingebrochen, die Trainingsausrüstung für die „Three Lions“ transportieren. Der englische Verband FA prüfe derzeit, was genau entwendet wurde. Das englische Team trifft am Samstag im WM-Quartier in Kansas City ein. Die Ausrüstung sollte dort bereits vorab bereitstehen. Das englische Team startet erst am Mittwoch gegen Kroatien (22.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in die WM. „Wir untersuchen einen möglichen Diebstahl von Ausrüstung aus einem Mannschaftsfahrzeug, das heute Abend in Kansas City ankam, wobei Gegenstände fehlten. Die Ermittlungen dauern an“, wurde ein Polizeisprecher bei der BBC zitiert. Im Zusammenhang mit dem Vorfall sollen zwei Personen festgenommen worden sein.
Englische Ansage von WM-Schiri wird Netz-Hit in Brasilien
Mit seiner englischen Stadiondurchsage nach einer Videoüberprüfung hat der brasilianische Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio beim WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika in Brasilien unfreiwillig einen Internet-Hit gelandet. Auslöser war die Erklärung einer Roten Karte gegen Südafrikas Themba Zwane wegen einer angeblichen Tätlichkeit nach einer Überprüfung durch den Videoassistenten. Dabei sorgten sein starker brasilianischer Akzent und die Formulierung der Ansage für zahlreiche Reaktionen. Sampaio sagte sinngemäß, Angreifer Nummer 11 habe ein schweres Foul begangen und den Verteidiger im Gesicht getroffen; deshalb gebe es direkten Freistoß und Rot. Im Original sagte er: „After review, attacker number 11 commit serious foul play, and arm direct the face the defender. Decision: direct free kick, red card.“ Manche Nutzer fühlten sich an den früheren Trainer Joel Santana erinnert, der wegen seiner markanten englischen Aussprache in Brasilien Kultstatus erlangte. Andere zogen Parallelen zu einem viel beachteten englischsprachigen Auftritt des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro im Jahr 2025. Besonders häufig geteilt wurden zudem Bilder südafrikanischer Spieler, die während der Durchsage sichtbar irritiert wirkten. Sampaio stand im Eröffnungsspiel allerdings nicht nur wegen seiner englischen Durchsage im Mittelpunkt. Der Brasilianer zeigte beim 2:0 des Co-Gastgebers gleich dreimal Rot – das hatte es in einem WM-Auftaktspiel zuvor noch nicht gegeben.
Iranischer Verband: Fifa-Präsident hält Versprechen nicht ein
Der iranische Fußballverband wirft Fifa-Präsident Gianni Infantino vor, Zusagen nicht eingehalten zu haben. Infantino habe uneingeschränkten Zugang für alle Verbandsmitglieder zu den drei WM-Spielen des Iran in den USA versprochen, sagte der iranische WM-Teambetreuer Mahdi Mohammad Nabi am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Nabi ist einer von 15 iranischen Funktionären, die kein US-Visum für die WM-Spiele erhalten haben. „Wir hoffen, dass Herr Infantino tatsächlich seinen Worten Taten folgen lässt und die Versprechen einhält, die er dem iranischen Nationalteam gegeben hat“, sagte Nabi.
Das war die WM-Nacht: US-Party und Italiens Ärger
Traum-Auftakt für die USA: Der Co-Gastgeber ist mit viel Schwung und einem sehr überzeugenden Sieg gegen Paraguay in die Heim-WM gestartet. Beim 4:1 (3:0) in Inglewood bei Los Angeles sorgten Doppeltorschütze Folarin Balogun (31. Minute/45.+5) und Giovanni Reyna (90.+8) nach einem Eigentor von Damian Bobadilla (7.) für ausgelassene Stimmung. Mauricio gelang für die Südamerikaner nur noch der Ehrentreffer (73.). Zahlreiche Promis wie Tom Cruise, David Beckham und US-Außenminister Marco Rubio verfolgten die Partie auf der Tribüne. Damit sind alle drei Gastgeber sehr gut bis ordentlich ins XXL-Turnier gekommen. Mexiko hatte das Eröffnungsspiel gegen Südafrika mit 2:0 gewonnen, Kanada trennte sich am Freitagabend nach einem Rückstand 1:1 von Bosnien-Herzegowina.
Kanada holt gegen Bosnien ersten WM-Punkt überhaupt
Kanada hat sein WM-Trauma auch im siebten Anlauf nicht überwinden können, eine Auftaktpleite beim XXL-Turnier aber abgewendet. Der Co-Gastgeber verbuchte mit dem 1:1 (0:1) gegen Bosnien-Herzegowina zumindest einen Punkt, wartet bei seiner insgesamt dritten WM-Teilnahme jedoch weiter auf den ersten Endrundensieg. Vor 43.002 Zuschauern in Toronto brachte Jovo Lukic Bosnien-Herzegowina in der 21. Minute in Führung, diese glich Cyle Larin (80.) aus. Durch das Remis erhielten sich beide Teams in der Gruppe B die Chance auf den erstmaligen Einzug in die K.-o.-Runde. Weitere Vorrundengegner sind Katar und die Schweiz, die am Samstag aufeinandertreffen. Bei den bisherigen WM-Teilnahmen 2022 und 1986 hatte Kanada alle sechs Spiele verloren.
Halbleere Ränge bei WM-Eröffnungsparty in Toronto
Bei der offiziellen WM-Eröffnungsfeier in Kanada sind tausende Plätze im Stadion von Toronto leer geblieben. 90 Minuten vor dem Anpfiff des ersten Gruppenspiels des Co-Gastgebers gegen Bosnien-Herzegowina befanden sich etliche Fans noch auf dem Weg zur Spielstätte. Wer nicht rechtzeitig da war, verpasste eine schwungvolle Zeremonie, die die Vielfalt Kanadas – sowohl der Einwohner als auch der Natur – zum Ausdruck brachte und einige musikalische Highlights bot. So traten unter anderem die bekannte Popsängerin Alessia Cara und der Rapper Vegedream auf. Besonders bejubelt wurde später der Auftritt des fünffachen Grammy-Preisträgers Michael Bublé, ehe Rockstar Alanis Morissette mit der Intonierung der kanadischen Nationalhymne für einen Gänsehaut-Moment sorgte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Arena dann auch weitgehend gefüllt.
Kanzler Merz wünscht DFB-Team in Videoanruf viel Glück
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat der deutschen Fußball-Nationalmannschaft um Bundestrainer Julian Nagelsmann und Kapitän Joshua Kimmich in einem Videotelefonat Glück für die Weltmeisterschaft gewünscht. „Ganz Deutschland hält euch die Daumen“, sagte Merz in einem auf Instagram veröffentlichen Video. Deutschland bestreitet sein Auftaktspiel bei der WM am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Außenseiter Curaçao. Auf der Plattform X schickte Merz dazu noch motivierende Worte an das DFB-Team: „Das ganze Land steht hinter der Mannschaft. Auf eine starke WM.“ Der 70-Jährige wird den deutschen WM-Start in Houston aus der Heimat verfolgen. Mit Nagelsmann will Merz die WM über in Kontakt bleiben. „Ich würde sagen, Herr Nagelsmann: Wir telefonieren mal zwischendurch, wie der Stand der Dinge ist, wenn die ersten Spiele gelaufen sind“, sagte der Regierungschef in dem Videoanruf, an dem neben Nagelsmann und Kimmich auch Abwehrspieler Jonathan Tah und Stürmer Kai Havertz teilnahmen.
DFB-Team jubelt auch bei WM zur Torhymne „Major Tom“
Der Song „Major Tom“ von Peter Schilling wird auch bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada als Torhymne der deutschen Nationalmannschaft gespielt. Das Lied werde wie auch bei DFB-Heimspielen nach deutschen Treffern in den WM-Stadien ertönen, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über die Musikauswahl berichtet. Neben der Tormusik von Peter Schilling hat der DFB mit „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen und „Zeit, dass sich was dreht“ von Herbert Grönemeyer noch zwei weitere Songs bei der Fifa eingereicht. Unklar ist noch, zu welchen Zeitpunkten die beiden „Signature Songs“ in den Stadien abgespielt werden. Zur WM konnten alle teilnehmenden Nationalverbände eigene Songs bei der FIFA einreichen. Der Klassiker „Major Tom“ wurde bereits vor der Heim-Europameisterschaft 2024 zur Torhymne der deutschen Nationalmannschaft gemacht. Seitdem wird der Song als offizielle Torhymne bei Heimspielen des DFB-Teams abgespielt. Das Lied von Peter Schilling löste im März 2024 „Kernkraft 400“ von Zombie Nation als Torhymne ab. Die DFB-Auswahl bestreitet ihr WM-Auftaktspiel am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Außenseiter Curaçao.
Bier billiger: Ecuadors Präsident setzt für WM Steuer aus
Jubel schon vor dem ersten Tor: Die Fans von Deutschlands Gruppengegner Ecuador können sich während der Fußball-WM über deutlich günstigeres Bier freuen. Bis zum Ende des Turniers werden in Ecuador Getränke mit bis zu fünf Volumenprozent Alkohol von der Sonderkonsumsteuer befreit, wie Präsident Daniel Noboa ankündigte. Dadurch dürfte der Bierpreis in dem südamerikanischen Land um 20 Prozent sinken. Der ecuadorianische Restaurantverband (Corec) rechnet während der Weltmeisterschaft mit einem Anstieg des Bierabsatzes um 20 Prozent. An den Spieltagen der ecuadorianischen Nationalmannschaft könnte sich der Bierkonsum sogar verdoppeln, heißt es. Ecuador spielt am Sonntag gegen die Elfenbeinküste, am 20. Juni gegen Curaçao und am 25. Juni gegen Deutschland.
Iran-nahe Aktivisten drohen mit Angriff auf WM
Eine Iran-nahe Hackergruppe reklamiert für sich, Drohnen-Daten der US-Bundespolizei FBI erlangt zu haben, die sie für Angriffe auf die WM nutzen könnte. Die auf die Beobachtung islamistischer Plattformen spezialisierte US-Firma Site veröffentlichte am Freitag eine Erklärung der Gruppe „Handala“. Darin führen die Hacker an, sie hätten schon „seit Monaten“ Zugriff auf „jedes Bild und jeden Verdächtigen“, die von den sogenannten FPV-Drohnen des FBI erfasst worden seien. Laut „Handala“ stammen die Daten der Drohnen unter anderem aus Gesichtserkennungssoftware und der Erfassung von Kfz-Kennzeichen. „Erhöht besser Eure Sicherheit für die WM, wir mögen manche dieser Teams überhaupt nicht“, wurde die „Handala“-Erklärung zitiert. „FPVs sind überall; Ihr könnt nie wissen, wann eine davon vielleicht in Eurem Mannschaftsbus landet.“ „Handala“ verbreitete auch Bilder, die von den angeblich gehackten Drohnen stammen sollen. Site bestritt jedoch, dass die Aufnahmen tatsächlich von dort stammen.
Chef des palästinensischen Fußballverbands wartet auf US-Einreise
Der Präsident des palästinensischen Fußballverbands hat kein Visum für eine Einreise in die USA erhalten. Dschibril Radschub sagte der Nachrichtenagentur AP, er warte in Mexiko-Stadt auf eine Einreiseerlaubnis, um zusammen mit anderen Fußballfunktionären auch dort an der Fußball-Weltmeisterschaft teilzunehmen. Er halte es nicht für fair, „Fußballern aus aller Welt“ die Teilnahme zu verweigern, sagte Radschub, der in der mexikanischen Hauptstadt am Donnerstag das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika besucht hatte. Er ist eine von mehreren für die WM akkreditierten Personen, denen die US-Behörden Visa verweigert oder bislang nicht ausgestellt haben. Das palästinensische Team hatte sich nicht für die WM qualifiziert. Der Weltfußballverband Fifa lädt jedoch üblicherweise die Spitzen von Fußballverbänden aus aller Welt zu den alle vier Jahre stattfindenden Weltmeisterschaften ein.
Verärgerung im Netz: ZDF zeigt WM-Eröffnungsshow verspätet
Die verspätete Live-Schalte im ZDF zur Eröffnungsfeier der Fußball-WM hat in den sozialen Medien mitunter für Verärgerung gesorgt. Der Sender war erst mit mehreren Minuten Verspätung bei der Show vor dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika (2:0) im Aztekenstadion auf Sendung gegangen. Als die ersten Künstler bereits auf der Bühne waren, lief noch Werbung. Immerhin war das ZDF dann aber live dabei, als Shakira und Burna Boy ihren offiziellen WM-Song „Dai Dai“ präsentierten. Das Zweite hatte fast vier Stunden vor dem WM-Auftakt mit einigen Studiogästen wie den beiden Ex-Nationalspielern Christoph Kramer und Per Mertesacker die Vorberichterstattung begonnen.
Das war die WM-Nacht: Mexiko-Jubel und Trauer bei Brasilien
„Mit großem Stolz“ gratulierte Sheinbaum dem mexikanischen Nationalteam und sprach von einer „historischen Freude“. Allerdings war es vor dem Stadion auch zu Ausschreitungen kommen. Angehörige hatten auf das Schicksal der über 130.000 Menschen in Mexiko aufmerksam gemacht, die als verschwunden gelten. Die radikale Lehrergewerkschaft nutzte die Bühne auch wieder für ihren Protest. Angesichts der hohen Sicherheitsmaßnahmen beschrieb die Zeitung „ESTO“ die Atmosphäre als „ungewöhnlich“: „Anstatt einer Stimmung wie bei einer Weltmeisterschaftsfeier löste der Gang ins Stadtzentrum ein Gefühl von Anspannung und Verzweiflung aus.“ Brasiliens Trauer um Weltmeister von 1970: Zwei Tage vor dem WM-Auftakt gegen Marokko ereilte Brasiliens Fußball eine traurige Nachricht. Der frühere Abwehrspieler Brito, Weltmeister von 1970, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. „Brito hat uns als einer der größten Verteidiger in der Geschichte des brasilianischen Fußballs verlassen“, sagte der Präsident des brasilianischen Verbands, Samir Xaud. „Möge sein Kampfgeist unseren Spielern, die an der Weltmeisterschaft teilnehmen, als Inspiration dienen.“ Bayerns Davies fehlt Co-Gastgeber Kanada zum Start: Bayern Münchens Alphonso Davies kann beim ersten Spiel von Co-Gastgeber Kanada nur zuschauen. Der Abwehrspieler ist nach einer Oberschenkelverletzung aus dem Mai noch nicht rechtzeitig für das heutige Duell mit Bosnien-Herzegowina (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) fit geworden. Das kanadische Team setzt aber auf einen späteren Einstieg von Davies ins Turnier. „Wir hoffen sehr, dass wir in den kommenden Tagen und der nächsten Woche Fortschritte erzielen und er bald einen Beitrag leisten kann“, sagte Trainer Jesse Marsch.
Südkorea dreht WM-Auftakt gegen Tschechien
Südkorea hat zum WM-Start gegen Tschechien einen Rückstand gedreht und ist mit einem 2:1 (0:0) ins XXL-Turnier gestartet. In-beom Hwang (68. Minute) und Hyeon-gyu Oh (80.) trafen für das Team um den enttäuschenden Superstar Heung-Min Son. Kapitän Ladislav Krejci hatte die Tschechen 20 Jahre nach der bislang letzten WM-Teilnahme in Deutschland in Führung geköpft (59.).
Löw sieht WM-Aufstockung skeptisch
Weltmeister-Trainer Joachim Löw hält die Aufstockung der Fußball-WM auf 48 Teams für einen Fehler. „Ich bin kein Befürworter von dieser WM. Ich habe immer gesagt, ich fand den Modus mit 32 Mannschaften gut“, sagte Löw in der Interviewreihe „WM-Fieber: Monica Lierhaus und die Bundestrainer“ bei RTL. „Am Ende kommen zwei Mannschaften aus einer Gruppe weiter. Das ist schon mal ein Kampf innerhalb dieser Gruppenphase.“ Bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko nehmen erstmals 48 Länder teil. Für Löw sind dies zu viele. Bei allem Respekt für kleinere Nationen, „die auch mal gerne bei einer WM teilnehmen wollen, aber für mich ist es ein bisschen zu sehr aufgeblasen“, sagte der 66-Jährige, der 2014 mit Deutschland in Brasilien den Titel geholt hatte.
Keine Einigung über WM-Prämien kurz vor Turnierstart
Kurz vor dem WM-Start der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sind die Verhandlungen über die Turnierprämien zwischen den Spielern und dem DFB nicht abgeschlossen. „Ja, wir sind kurz davor. Also, es sieht gut aus“, sagte Jonathan Tah bei einer Pressekonferenz in Winston-Salem. Der Abwehrspieler des FC Bayern gehört wie Kapitän und Vereinskollege Joshua Kimmich zu den Profis, die für die Mannschaft mit dem Verband verhandeln. Dass kurz vor dem WM-Auftakt am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Houston gegen Curaçao nicht alle Prämiendetails vereinbart sind, ist ungewöhnlich. „Wir sind in guten Gesprächen mit dem Mannschaftsrat. Aber wir führen die Verhandlungen nicht öffentlich“, hatte DFB-Präsident Bernd Neuendorf im Mai gesagt. Die bislang höchste Prämie sicherten sich die deutschen Weltmeister um Kapitän Philipp Lahm 2014 in Brasilien mit 300.000 Euro pro Mann.
Dreimal Rot: Schiedsrichter bei WM-Eröffnung im Fokus
Nach dem Eröffnungsspiel der Fußball-WM zwischen Mexiko und Südafrika stand vor allem Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio im Mittelpunkt. Der Brasilianer zeigte beim 2:0 des Co-Gastgebers gleich dreimal Rot - das hatte es in einem WM-Auftaktspiel zuvor noch nicht gegeben. Letztmals hatte es vor 20 Jahren bei der Weltmeisterschaft in Deutschland so viele Platzverweise in einem Spiel gegeben. Im Achtelfinale zwischen Portugal und den Niederlanden mussten damals sogar vier Profis vorzeitig vom Feld. Bei der vergangenen WM in Katar hatte es im gesamten Turnier nur vier Rote Karten gegeben.
Wieso Mexikos Stürmer Jiménez ein Stirnband trägt
Für Raúl Jiménez ist sein Stirnband längst Normalität - für viele WM-Zuschauer aber ein ungewohntes Bild. Der mexikanische Stürmer trägt ein dünnes Band um den Kopf, das über dem rechten Ohr ein größeres Schutzpolster an Ort und Stelle hält. Denn der 35 Jahre alte Angreifer der Wolverhampton Wanderers muss seit einem schweren Zusammenstoß auf dem Fußballplatz und einer folgenden Not-Operation auf seine Narbe aufpassen. Vor mehr als fünf Jahren krachte Jiménez im Premier-League-Duell seiner Wanderers mit dem FC Arsenal mit Gegenspieler David Luiz zusammen. Im November 2020 verlor er das Bewusstsein, wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und dort operiert. Der Schädelbruch und die Verletzungen am Gehirn waren lebensgefährlich. Jiménez erholte sich, gab im August 2021 sein Comeback und spielt seither mit dem Stirnband, um seine Narbe zu schützen.
WM-Eröffnung in Mexiko begleitet von Protesten, Demos und Blockaden
Salma Hayek, Shakira und ganz viel Party: Mexiko-Stadt hat mit einer halbstündigen Stimmungsshow die Sorgen um den Auftakt der Fußball-WM vorerst beiseite gedrängt und im legendären Aztekenstadion das XXL-Turnier in drei Ländern eröffnet. Traditionelle Kleidung, moderne Pop-Rhythmen und viel Gold prägten die Zeremonie im Fußball-Tempel in über 2200 Metern Höhe, in dem nach 1970 und 1986 zum dritten Mal eine WM begann. Nicht mal zehn Minuten nach dem bunten Rasenfeuerwerk betraten die Gastgeber den Platz zum Aufwärmen für den Auftakt gegen Südafrika – 2010 bei der WM trafen die beiden Teams auch im ersten Spiel aufeinander. Mit etwas Verspätung wurde die Partie um 21.06 Uhr MESZ angepfiffen. Derweil kommt es in Mexiko zu verschiedenen Protesten. Lehrer und die Angehörigen von Vermissten haben zum Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft in verschiedenen Regionen Mexikos für ihre Anliegen demonstriert. In Mexiko-Stadt gingen radikale Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE für die Rücknahme einer umstrittenen Rentenreform auf die Straße.



