St. Pauli-Profis profitieren vom WM-Bühne
109 Bundesliga-Profis vertraten ihre Nationalmannschaften bei der Weltmeisterschaft. Vom FC St. Pauli waren Eric Smith (29/Schweden), Connor Metcalfe (26) und Jackson Irvine (33/beide Australien) dabei. Zudem stand Nikola Vasilj (30/Bosnien-Herzegowina) im Kader, dessen Vertrag jedoch am 30. Juni endete. Allen bot sich die Chance, sich vor einem Milliardenpublikum zu präsentieren und ihren Marktwert zu steigern – gemessen in Follower-Zahlen auf Social Media.
Metcalfe mit größtem prozentualem Plus
Laut der Influencer-Agentur Netzschreier, die die offiziellen Instagram-Profile der WM-Teilnehmer aus 1. und 2. Bundesliga auswertete, verzeichnete Metcalfe das größte prozentuale Plus beim Kiez-Klub. Der Australier steigerte seine Reichweite von 13.415 auf 24.290 Follower – ein sattes Plus von 81,07 Prozent. Damit rangiert er unter den Top 20 der Bundesliga auf Rang 16. Spitzenreiter ist der Schweizer Johan Manzambi (20/drei Tore in vier Spielen) mit plus 599,74 Prozent, der kürzlich für 60 Millionen Euro Ablöse von Freiburg zu Aston Villa wechselte.
Turnier als Werbelaufsteg
„Ein Turnier wie die Weltmeisterschaft ist der wohl größte Werbelaufsteg, den der Fußball zu bieten hat. Ein reichweitenstarker Account ist für die Spieler mittlerweile ein wichtiges Asset, das anders als Kreuzband oder Kniescheibe lange über die Karriere hinaus erhalten bleiben kann“, erklärte Marlon Giglinger, Geschäftsführer von Netzschreier. Metcalfe schoss im Auftaktspiel der Australier das 2:0-Siegtor gegen die Türkei und blieb durch seinen Blut-Turban gegen Paraguay in Erinnerung.
Vasilj und Smith legen zu
Bei Vasilj stieg die Follower-Zahl um 55,58 Prozent, bei Smith lediglich um 12,43 Prozent. Die meisten neuen Fans in absoluten Zahlen gewann bei St. Pauli Jackson Irvine (33). Er hat jetzt 388.567 Follower, 71.076 mehr als zu Beginn der WM (plus 22,39 Prozent). Im Vergleich zu Superstar Michael Olise (24) ist Irvine jedoch ein kleines Licht. Der Franzose vom FC Bayern verdoppelte seine Follower-Zahl von 5,696 Millionen auf 10,942 Millionen – wohl auch, weil er alle alten Inhalte löschte und durch Bilder des deutschen Fotografen Korshan ersetzte, der Spieler vom Fernsehbildschirm aus fotografiert. Diese ungewöhnliche Strategie sorgte für Gesprächsstoff und Aufmerksamkeit.



