Zwei Tage nach dem bitteren Halbfinal-Aus gegen Argentinien (1:2) hat das Portal „The Athletic“ neue Details zur englischen WM-Reise veröffentlicht. Dabei kommt auch Trainer Thomas Tuchel (52) nicht gut weg. Der deutsche Coach kassierte seine dritte Niederlage als England-Trainer und verpasste die erste WM-Endspiel-Teilnahme seit 1966.
Guardiola war erste Wahl
Laut dem Bericht war Tuchel 2024 nicht die erste Wahl für die Nachfolge von Gareth Southgate. Stattdessen habe sich der englische Fußballverband (FA) zuvor mit Pep Guardiola (55) verbal einig gewesen sein. Der Spanier machte jedoch einen Rückzieher und entschied sich für einen Verbleib bei Manchester City. Für Tuchel wurde der Weg frei, im Oktober 2024 präsentierte die FA ihn als neuen Nationaltrainer.
WM-Qualifikation und Turnierpläne
Unter dem ehemaligen Bayern-Coach rauschten die Engländer durch die WM-Qualifikation: Acht Spiele, acht Siege, 22:0 Tore. Mit breiter Brust reiste der Weltmeister von 1966 zum Turnier. Laut dem Bericht planten Tuchel und weitere Mitarbeiter sogar, sich im Falle eines Titelgewinns Gedenk-Tattoos stechen zu lassen. Daraus wurde jedoch nichts.
Kritik nach dem Aus
Nach dem Aus gegen Argentinien geriet Tuchel in die Kritik. England ließ sich in die Defensive drängen und wirkte gegen Ende der Partie hilflos. Mehrere Quellen äußerten gegenüber „The Athletic“, dass Tuchels Entscheidungen sie „geschockt und bestürzt“ hätten. Sein Ruf als taktisches Genie wurde infrage gestellt. Dennoch soll der Trainer sicher im Sattel sitzen. Bei einem früheren Ausscheiden hätte es dagegen zur schnellen Trennung kommen können: Wäre England vor dem Viertelfinale rausgeflogen, hätten sowohl Tuchel als auch die FA durch diverse Klauseln die Zusammenarbeit beenden können.



