Foodwatch kritisiert McDonald's: Energydrinks für Kinder in Berlin
Foodwatch: McDonald's verkauft Energydrinks an Kinder

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch hat schwere Vorwürfe gegen McDonald's erhoben. In Berliner Filialen des Fast-Food-Riesen werden Energydrinks an Kinder und Jugendliche verkauft, kritisierte der Verein am Freitag. Foodwatch fordert daher strengere gesetzliche Vorschriften für die Abgabe solcher Getränke an Minderjährige.

Testkäufe in Berliner Filialen

Für ihre Untersuchung schickte Foodwatch Testkäufer in mehrere McDonald's-Filialen in Berlin. Dabei konnten sie problemlos Energydrinks wie „Monster“ oder „Rockstar“ erwerben – ohne Alterskontrolle. „McDonald's verkauft Energydrinks an Kinder, obwohl diese Getränke aufgrund ihres hohen Koffeingehalts gesundheitsschädlich sein können“, sagte ein Sprecher von Foodwatch.

Gesundheitsrisiken für Minderjährige

Energydrinks enthalten oft hohe Mengen an Koffein und Zucker. Bei Kindern und Jugendlichen können sie zu Schlafstörungen, Herzrasen und Konzentrationsproblemen führen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, dass Minderjährige auf solche Getränke verzichten sollten. In Deutschland gibt es jedoch kein gesetzliches Verkaufsverbot für Energydrinks an unter 18-Jährige.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Forderung nach gesetzlichem Verbot

Foodwatch fordert nun ein generelles Verkaufsverbot von Energydrinks an Minderjährige. „Die Bundesregierung muss endlich handeln und Kinder vor diesen gefährlichen Getränken schützen“, so der Verein. Auch andere Organisationen wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung unterstützen diese Forderung.

Reaktion von McDonald's

McDonald's Deutschland teilte auf Anfrage mit, dass man die Vorwürfe prüfe. Man nehme die Kritik ernst und werde das Verkaufsverhalten in den Berliner Filialen überprüfen. „Wir wollen unseren Gästen ein sicheres Umfeld bieten“, so ein Unternehmenssprecher. Eine generelle Altersbeschränkung für Energydrinks lehnt das Unternehmen jedoch ab.

Politischer Druck wächst

Die Diskussion um Energydrinks und Kinder ist nicht neu. Bereits mehrfach gab es Vorstöße von Politikern, ein Verkaufsverbot für Minderjährige einzuführen. Bislang scheiterten diese jedoch am Widerstand der Getränkeindustrie. Foodwatch hofft, dass die aktuellen Enthüllungen den Druck auf die Politik erhöhen. „Es ist Zeit, dass die Gesundheit von Kindern vor Profitinteressen gestellt wird“, betonte der Foodwatch-Sprecher.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration