Im WM-Sechzehntelfinale zwischen England und der Demokratischen Republik Kongo am 1. Juli 2026 kommt es kurz vor der Halbzeitpause zu einer umstrittenen Szene. Bayern-Star Harry Kane wird im Strafraum zu Fall gebracht, doch der Schiedsrichter lässt weiterlaufen – sehr zum Unverständnis des Engländers.
Kane im Strafraum gefoult – Schiri zeigt keine Reaktion
In der 43. Minute wird Kane mit einem Steilpass in den Sechzehner geschickt. Der Stürmer legt sich den Ball an Kongos Torhüter Lionel Mpasi vorbei und geht anschließend zu Boden. Im Stadion wird laut, doch Schiedsrichter Adham Makhadmeh aus Jordanien deutet eine Schwalbe an und lässt das Spiel weiterlaufen. Mpasi hatte Kane leicht am Fuß berührt, was für den Kapitän der englischen Nationalmannschaft eindeutig ein Foul war. Kane schlägt ungläubig die Hände über dem Kopf zusammen und starrt den Unparteiischen mit weit aufgerissenen Augen an.
VAR bestätigt Entscheidung des Schiedsrichters
Auch der Video-Assistent (VAR) greift nicht ein. Die Entscheidung bleibt bestehen, es gibt keinen Elfmeter. ARD-Schiedsrichter-Experte Lutz Wagner analysiert die Szene: „Also eins ist klar, der Kontakt am Fuß ist eindeutig und Harry Kane hätte den Ball meiner Meinung nach noch erreichen können. Allerdings geht der Schiedsrichter davon aus, dass er vorher abspringt. Er steht gut, dann müssen wir das so akzeptieren, aber aufgrund des Kontaktes hätte es Strafstoß geben können, denn den Ball spielt der Torhüter nicht.“
TV-Experte Bastian Schweinsteiger, ebenfalls in der ARD, kommentiert: „Ich finde, die Berührung ist da, aber er hebt zu früh ab. Da will er den Elfmeter zu sehr. Wenn er das bisschen geschickter macht, ein bisschen plumper reinfällt, dann hätte es einen Elfer geben können.“
England kämpft um den Einzug ins Achtelfinale
Das Spiel, das um 18 Uhr in der ARD und bei MagentaTV übertragen wird, ist für England von großer Bedeutung. Ein Sieg würde den Einzug ins Achtelfinale bedeuten. Die Entscheidung des Schiedsrichters sorgt für große Diskussionen unter Fans und Experten. Die Partie endet letztlich 2:1 für England, doch der umstrittene Pfiff bleibt das beherrschende Thema.



