Am Sonntagabend ab 21 Uhr steigt das letzte Spiel dieser Fußball-Weltmeisterschaft: das Finale zwischen Spanien und Titelverteidiger Argentinien. Verfolgen Sie alles dazu hier im Liveblog.
Abschlussfeier in New Jersey mit Staraufgebot
Die Abschlussfeier dieser Fußball-Weltmeisterschaft findet ab 19.30 Uhr im Finalstadion von New York beziehungsweise New Jersey statt. Die Show könnte eine Weile dauern, auch wenn noch keine olympischen Dimensionen erreicht werden. Zahlreiche Prominente sind angekündigt. Auftreten sollen unter anderem Laura Pausini, Nicole Scherzinger, Robbie Williams, IShowSpeed und Jennifer Hudson, die vor dem Anpfiff die US-Nationalhymne singen soll. Außerdem ist ein Auftritt von Tom Cruise geplant, direkt vor dem Spiel soll auch Post Malone im Stadion Stimmung machen.
Der Weltverband Fifa beschreibt die Abschlussfeier als Rückblick auf das Turnier mit 48 Teams in drei Gastgeberländern und 16 Austragungsstädten. Laut Veranstalter sollen sogar die Fans in die Show eingebunden werden. Zusätzlich gibt es beim WM-Finale erstmals in der Geschichte des Turniers eine Halbzeitshow. Sie orientiert sich am Super Bowl. Ungefähr elf Minuten soll der Spaß dauern, möglicherweise auch länger. Als Acts sind Shakira, Madonna, Justin Bieber und BTS angekündigt, weitere Künstler sind möglich. Chris Martin, Frontmann von Coldplay, wirkt als Kurator an der Show mit.
Rekordprämie von 50 Millionen US-Dollar für den Weltmeister
Der Fußball-Weltmeister darf sich über ein Rekord-Preisgeld freuen. Der Sieger des Endspiels zwischen Spanien und Argentinien erhält als Prämie 50 Millionen US-Dollar (43,71 Millionen Euro). An den Verlierer schüttet die FIFA noch 33 Millionen US-Dollar aus. Für den dritten Platz erhält England 29 Millionen US-Dollar, der Vierte Frankreich bekommt 27 Millionen US-Dollar. Bei der WM 2022 in Katar hatte Argentinien als Weltmeister 42 Millionen US-Dollar kassiert.
Insgesamt 871 Millionen US-Dollar gehen direkt an die 48 teilnehmenden Verbände. Jedes Team erhielt 2,5 Millionen US-Dollar, um die Vorbereitungskosten zu decken. Dazu kommen 10 Millionen US-Dollar als Minimalbetrag beim Ausscheiden in der Vorrunde. Der DFB erhielt für das Ausscheiden im Sechzehntelfinale elf Millionen US-Dollar – und damit deutlich weniger als noch für den WM-Sieg 2014, als die Nationalmannschaft 35 Millionen Dollar einspielte.
Schüler Scaloni trifft Lehrmeister de la Fuente
Luis de la Fuente konnte sich noch genau an Lionel Scaloni erinnern. „Er saß in der ersten Reihe“, sagte Spaniens Nationalcoach über Argentiniens Weltmeister-Trainer. „Es ist natürlich jetzt einfach, zu sagen, dass er außergewöhnlich war. Aber da war etwas Besonderes. Er hatte diese Unruhe, forderte einen immer heraus, diskutierte.“ Diese Erinnerungen an Scaloni liegen etwa neun Jahre zurück. Der Argentinier machte damals seinen Trainerschein in einem Sonderprogramm des spanischen Verbandes – und de la Fuente war sein Lehrer. Spezialgebiet: Taktik.
Aus Lehrmeister und Schüler werden im Finale Gegner auf Augenhöhe. „Wir sind Freunde. Er weiß, wie mein Team spielt. Ich weiß, wie seines spielt. Wir haben ähnliche Muster, versuchen beide stark mit dem Ball zu sein“, sagte Scaloni. Auch de la Fuente betonte, dass man „viele Konzepte, Werte und Prinzipien gemeinsam“ habe. Obwohl Scaloni ein Argentinier mit italienischen Wurzeln ist, ist seine Verbindung zu Spanien sehr eng. Er lebt auf Mallorca, seine Frau ist Spanierin – doch für einen Tag spielt das für Scaloni nur eine Nebenrolle. „Jeder kennt meine Verbindung zu Spanien, weiß über meine Familie. Doch am Sonntag, es tut mir leid, werde ich versuchen, sie zu schlagen“, sagte der 48-Jährige.
Argentinien und die Angst vor dem Messi-Abschied
Nach dem emotionalen Post von Lionel Messi vor dem WM-Finale macht sich bereits erste Wehmut in Argentinien breit. „Seine Botschaft, die von Herzen kommt und gut durchdacht ist, hat einen Hauch von Abschied, der einen bewegt“, schrieb die Zeitung „Clarín“. Messi, der während der WM seinen 39. Geburtstag gefeiert hat, würdigte bei Instagram sein Team und die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre. Egal, was passiere im Finale gegen Spanien, „diese Gruppe hat bereits eine Geschichte geschrieben, die wir nie vergessen werden – eine, die niemand auslöschen kann. AUF GEHT'S ARGENTINIEN“. Auf dem Foto dazu sind alle Spieler, Trainer und Betreuer vereint.
Messis Ehefrau Antonela Roccuzzo reagierte auf den Beitrag mit weinenden Emojis. Das Finale gegen Spanien wird Messis 207. Spiel für Argentinien. Seinen größten Erfolg feierte er mit dem WM-Triumph Ende 2022 in Katar, 2021 und 2024 gewannen die Argentinier zudem die Copa América. „Das Beste an all diesen Jahren waren nicht nur die Titel, sondern die gesamte Reise. Den Alltag mit dieser Gruppe teilen, gemeinsam an Wettkämpfen teilnehmen, in schwierigen Zeiten wieder auf die Beine kommen und jeden Schritt des Weges genießen“, schrieb der achtmalige Weltfußballer des Jahres über sein Team.



