WM-Finale: Spaniens König Felipe reist, Argentiniens Milei bleibt aus Aberglauben fern
WM-Finale: König Felipe reist, Milei bleibt fern

Spaniens König Felipe VI. wird am Sonntag gemeinsam mit Königin Letizia, Kronprinzessin Leonor und Infantin Sofía das WM-Finale in East Rutherford besuchen. Das Königshaus in Madrid bestätigte die Reise. Damit löst der Monarch ein Versprechen ein, das er den spanischen Nationalspielern nach dem Vorrundenspiel gegen Uruguay gegeben hatte: Er werde zurückkehren, falls „La Roja“ das Endspiel erreiche.

Ministerpräsident Sánchez ebenfalls vor Ort

Auch Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez wird das Finale zwischen dem Europameister und Argentinien am Sonntag um 21.00 Uhr (ZDF und MagentaTV) im Stadion verfolgen, wie die Regierung in Madrid mitteilte. Für Spaniens Männer-Nationalteam ist es die zweite Finalteilnahme nach 2010, als die Mannschaft unter Trainer Vicente del Bosque den WM-Titel gewann.

Milei verzichtet aus Aberglauben

Argentiniens Präsident Javier Milei wird das Finale dagegen nicht im Stadion verfolgen. „Nein, auf keinen Fall“, antwortete Milei in einem Interview des Radiosenders „El Observador“ auf die Frage, ob er zum Endspiel in die USA reisen werde. Der Präsident erklärte, er werde das Spiel in East Rutherford nahe New York wie die bisherigen Partien der argentinischen Nationalmannschaft von seinem Amtssitz Quinta de Olivos in der Provinz Buenos Aires aus verfolgen. Auf die Nachfrage, ob dies Teil einer persönlichen Glücksroutine sei, antwortete er mit „Ja“.

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Glücksjacke und Rituale

Zu seiner Glücksroutine gehört auch, bei den Spielen stets dieselbe Jacke zu tragen. Während des Achtelfinals gegen die Schweiz (3:1 nach Verlängerung) habe er sie kurz ausgezogen. „Ich zog sie aus und wir kassierten ein Tor. Ich zog sie wieder an und habe sie seitdem nicht mehr ausgezogen“, sagte Milei. Sollte Argentinien den WM-Titel erfolgreich verteidigen, stelle er den Präsidentenpalast Casa Rosada der Nationalmannschaft für eine Feier zur Verfügung. „An diesem Tag räume ich ihn komplett. Ich habe auf diesem Foto nichts zu suchen“, sagte Milei. Die Politik solle sich dieses Fest der Argentinier nicht aneignen.

Aberglaube in der Fußballkultur

Abergläubische Rituale, in Argentinien als „Cábalas“ bekannt, gehören für viele Fans zur Fußballkultur. Häufig verfolgen sie Spiele stets am gleichen Ort oder in derselben Kleidung. Auch Paraguays Präsident Santiago Peña hatte nach dem verlorenen Auftaktspiel der Nationalmannschaft seines Landes aus Aberglauben auf weitere Stadionbesuche verzichtet. Das Achtelfinale gegen Frankreich verfolgte er lieber von zu Hause, nachdem Paraguay ohne seine Anwesenheit zuvor Deutschland überraschend ausgeschaltet hatte. Die Südamerikaner schieden gegen Frankreich jedoch mit 0:1 aus.

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